Die Nordreportage

Die Müllkontrolleure - Abfallsündern auf der Spur

bis 18:45
Reportage
  • Stereo
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20260604181500
VPS 00:00

Themen

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    Sie kümmern sich um das, was die Leute wegwerfen und müssen einschreiten, wenn Abfall mal wieder dort landet, wo er nicht hingehört: Müllkontrolleure. Der Kommunale Ordnungsdienst in Kiel fahndet nach sogenannten illegalen Abfallablagerungen. Von der weggeworfenen Sexpuppe bis zu Schlachtabfällen und Grünschnitt haben die Mitarbeitenden schon alles wild entsorgt gefunden. Mit detektivischem Gespür versuchen sie, den Verursachern auf die Schliche zu kommen und verhindern damit, dass die Allgemeinheit für die Entsorgungskosten aufkommen muss. In einem Kieler Brennpunktviertel haben die KODler besonders viel zu tun: Überlaufende Tonnen, achtlos weggeworfene Essensreste und unbelehrbare Menschen verwandeln den Kiez in ein wahres Rattenparadies. In Lübeck sorgen Jens Thien und Kerstin Koschny als Biomüllkontrolleure dafür, dass in den braunen Tonnen nur das landet, was dort hineingehört. Das Team ist fast täglich in der Hansestadt unterwegs, schaut in die Behälter und hinterlässt verschiedenfarbige Anhänger: Grün für „Alles richtig gemacht“ und Gelb für „Hier besteht Handlungsbedarf“. Im besten Fall kommen sie direkt mit den Anwohnern ins Gespräch, können Fragen beantworten und aufklären. Das größte Problem sind Plastiktüten, sie erschweren den weiteren Verarbeitungsprozess des Biomülls enorm und damit den eigentlichen Sinn: den natürlichen Kreislauf zu schließen, Ressourcen zu schonen und Energie zu sparen. Das Lübecker Entsorgungsunternehmen setzt außerdem auf künstliche Intelligenz: Ein Müllfahrzeug ist mit Kameras ausgestattet, die bei jedem Schüttvorgang Fotos machen, die später durch eine KI ausgewertet werden. So erfahren die Abfallprofis, in welchen Bezirken immer wieder Plastik in der Biotonne landet. Dort kontrollieren Jens und Kerstin dann noch intensiver. Auch im Kieler Süden müssen die Männer vom Wertstoffhof immer ganz genau hinschauen: Auf dem 1600 Quadratmeter großen Gelände kann von Asbest bis Zement fast alles entsorgt werden, was zu Hause nicht mehr gebraucht wird. Doch auch hier gilt: Nur, wenn der Abfall im dafür vorgesehenen Container landet, kann er danach sinnvoll weiterverwertet werden. Müllkontrolleure, das sind Menschen, die sich um den Abfall kümmern - für die Umwelt und damit für alle.

    Hinweis

    Personen

    von:Verena Künstner


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