Der Rhein von oben

Der grüne Rhein (Deutschland, 2013)
Folge 2   Staffel: 1

bis 21:15
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • HDTV
  • 20260618201500
VPS 00:00

Themen

    Details

    Die Reise entlang des Grünen Rheins erzählt von der Liebe der Bewohner zu ihrem Strom, aber auch vom Hochmut der Menschen, von einem maßlosen Technikglauben, und von der ungezähmten Kraft des Wassers. Vom Bodensee aus geht es über Basel und Straßburg bis nach Mainz. Im Schweizer Städtchen Stein am Rhein ist der Rhein im Sommer ein einziger großer Badeplatz. Das Wasser ist kalt, aber sauber. Als Schwimmtrainerin in der Schweizer Lebensrettungsgesellschaft kennt und respektiert Jennifer Glogg die starke Strömung. Trotzdem gehört das Bad im Rhein für sie zum Alltag. Allzuweit darf sie sich jedoch nicht mittreiben lassen. Denn bei Schaffhausen zeigt der Rhein deutlich, wie viel Kraft in ihm steckt: der Rheinfall ist mit 23 Metern Europas höchster Wasserfall. Für Schiffe ist er unpassierbar. Das brachte Schaffhausen einst den Wohlstand, die Schiffe wurden vor dem Rheinfall entladen. Auch Basel hat vom Rhein als schnellem Verkehrsweg bis hinauf zur Nordsee enorm profitiert. Doch die Stadt hat dem Rhein nicht immer gut getan. Nach dem Unfall in einem Chemie-Werk 1986 verseuchten 20 Tonnen Gift den Fluss. Eine Katastrophe, gleichzeitig aber ein Weckruf gegen den Missbrauch der Ressource Wasser. Für dieses Umdenken steht das Rhybadhysli, ein historisches Schwimmbad auf einer Plattform direkt auf dem Fluss. Badechef Hugo Buser möchte die Baseler näher an ihren Fluss bringen und macht aus dem Badhysli einen Kultort. Am Hafen von Lauterbourg steht das „Au Bord du Rhin“, das Restaurant der Familie Schwartz - mitten in der Risikozone. Knapp ein Dutzend Mal wurde das Haus schon von Hochwasser überflutet. Wenn der Pegel steigt, stehen auch am Illinger Altrhein die Weiden unter Wasser, wie ein Schwamm saugen die Auen die Wassermassen auf. Ein Paradies für Wasservögel und für den Fotografen Arno Helfer. Er dokumentiert, wie der Rhein sein ursprüngliches Gesicht zurückgewinnt. Den Flussgrund hält Thomas Bach sauber, der Kapitän der „Carl Straat“. Sein Schiff kann eine stählerne Tauchglocke absenken, die durch Überdruck das Wasser vom Rheinboden verdrängt. Thomas Bach kann dann trockenen Fußes unten arbeiten und zum Beispiel verloren gegangene Anker bergen.

    Hinweis

    Die 5-teilige Dokumentarfilmreihe zeigt den bedeutendsten Fluss Europas aus ungewohnter Perspektive: von oben. Im Zusammenspiel von atemberaubenden Luftaufnahmen und eindringlichen Porträts entsteht ein zeitgemäßes Bild des Rheins. Der Rhein ist das Zentrum der europäischen Seele, der größte und bedeutendste Strom des Kontinents. Über Jahrtausende hinweg formte er auf seinem Weg von den Hochalpen zur Nordsee einzigartige Kulturlandschaften, in denen Völker und Natur sich wechselseitig prägten. Es ist kein Zufall, dass der Rhein im deutschen Volksmund seit Jahrhunderten „Vater Rhein“ heißt. Er ist tief in uns Deutschen und Holländern, in Schweizern und Franzosen verankert. Carl Zuckmayer sprach „von der großen Völkermühle. Von der Kelter Europas!“ Und er zählte sie auf, die die Rheinlandschaft geprägt haben: den römischen Feldhauptmann, den jüdischen Gewürzhändler, den Schwarzwälder Flözer und den Müllersbusch aus dem Elsass: „das hat alles am Rhein gelebt, gerauft, gesoffen und gesungen und Kinder gezeugt. Es waren die Besten, mein Lieber! Die Besten der Welt! Und warum? Weil sich die Völker dort vermischt haben. Vermischt - wie die Wasser aus Quellen und Bächen und Flüssen, damit sie zu einem großen, lebendigen Strom zusammenrinnen. Vom Rhein - das heißt: vom Abendland“. Die 5-teilige Dokumentarfilmreihe „Der Rhein von oben“ zeigt den bedeutendsten Fluss Europas aus ungewohnter Perspektive: von oben. Mit der Cineflex-Kamera setzt die Hamburger Produktionsfirma VIDICOM den Rhein in Szene und entdeckt an seinen Ufern Menschen, die am und vom Fluss leben. Im Zusammenspiel von atemberaubenden Luftaufnahmen und eindringlichen Porträts entsteht ein zeitgemäßes Bild des Stroms.[Bild: 16:9 ]

    Personen

    Regie:Peter Bardehle, Florian Huber

    1 weiterer Sendetermin



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