Der Rhein von oben

Der Alpenrhein (Deutschland, 2013)
Folge 1   Staffel: 1

bis 08:10
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  • Breitwand-Format 16:9
  • HDTV
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    Details

    Der Rhein entspringt hoch oben in den Schweizer Bergen, gespeist von Gletschereis und ewigem Schnee. Unzählige kleine Rinnsale und Bächlein stürzen ins Tal und sammeln sich zu dem Fluss, der bald zum mächtigsten Strom Europas werden soll. Die Reise startet an der wichtigsten Quelle des Vorderrheins, dem Tomasee in Graubünden. Hier trainiert Ernst Bromeis, er will den Rhein von der Quelle bis zur Mündung durchschwimmen. Das Wasser fließt in den Alpen in scheinbar unendlichen Strömen. Aber dieses Glück, dieses Privileg verpflichtet auch zum sorgsamen Umgang mit der Ressource - so lautet die Botschaft des Extremsportlers. Im Kloster Disentis zeigt Abt Daniel Schönbächler, was die Menschen vom Rhein lernen können. Weiter talabwärts liegt das eindrücklichste Beispiel für die Kraft des Vorderrheins: die Ruinaulta. In Jahrtausenden fraß der Strom seinen Weg durch Gesteinsmassen und formte eine Schlucht von seltener Schönheit. Bei Reichenau vermischt sich der Vorderrhein mit seinem Bruder, dem Hinterrhein. Er entspringt am Ostfuß des höchsten Bergs im Tessin, dem Rheinwaldhorn. Hier oben verläuft die europäische Wasserscheide, hier entscheidet sich, ob das Wasser Richtung Mittelmeer oder Nordsee fließt. In einem der ursprünglichen Seitentäler verbringt Laura Helbling ihre Sommer und sorgt für über 2000 Schafe, Kühe und Pferde. Der harte Alpsommer ist für die junge Frau Erholung vom Stadtleben und eine lang gehegte Familientradition. Tief aus den Bündner Bergen eilt das Wasser talabwärts. Bald darf der Rhein nur über kurze Strecken noch unverbaut fließen, hinter Chur wird er in einem regulierten Bett strikt nach Norden gelenkt, pfeilschnell und schnurgerade. Hier wird er zum ersten Mal Grenzfluss, zwischen der Schweiz und Liechtenstein, zwischen Österreich und der Schweiz. Von oben ist deutlich zu sehen, wie sich der mit Sand, Kies und Geröll gesättigte Rhein in den Bodensee ergießt. Nicht zuletzt wegen der besonderen Vielfalt an Pflanzen und Tieren wurden die Streckung und das alte Delta zum Naturschutzgebiet erklärt. Die Biologin Agnes Steininger teilt ihr Wissen und ihre Begeisterung für diesen Lebensraum mit Kindern.

    Hinweis

    Die 5-teilige Dokumentarfilmreihe zeigt den bedeutendsten Fluss Europas aus ungewohnter Perspektive: von oben. Im Zusammenspiel von atemberaubenden Luftaufnahmen und eindringlichen Porträts entsteht ein zeitgemäßes Bild des Rheins. Der Rhein ist das Zentrum der europäischen Seele, der größte und bedeutendste Strom des Kontinents. Über Jahrtausende hinweg formte er auf seinem Weg von den Hochalpen zur Nordsee einzigartige Kulturlandschaften, in denen Völker und Natur sich wechselseitig prägten. Es ist kein Zufall, dass der Rhein im deutschen Volksmund seit Jahrhunderten „Vater Rhein“ heißt. Er ist tief in uns Deutschen und Holländern, in Schweizern und Franzosen verankert. Carl Zuckmayer sprach „von der großen Völkermühle. Von der Kelter Europas!“ Und er zählte sie auf, die die Rheinlandschaft geprägt haben: den römischen Feldhauptmann, den jüdischen Gewürzhändler, den Schwarzwälder Flözer und den Müllersbusch aus dem Elsass: „das hat alles am Rhein gelebt, gerauft, gesoffen und gesungen und Kinder gezeugt. Es waren die Besten, mein Lieber! Die Besten der Welt! Und warum? Weil sich die Völker dort vermischt haben. Vermischt - wie die Wasser aus Quellen und Bächen und Flüssen, damit sie zu einem großen, lebendigen Strom zusammenrinnen. Vom Rhein - das heißt: vom Abendland“. Die 5-teilige Dokumentarfilmreihe „Der Rhein von oben“ zeigt den bedeutendsten Fluss Europas aus ungewohnter Perspektive: von oben. Mit der Cineflex-Kamera setzt die Hamburger Produktionsfirma VIDICOM den Rhein in Szene und entdeckt an seinen Ufern Menschen, die am und vom Fluss leben. Im Zusammenspiel von atemberaubenden Luftaufnahmen und eindringlichen Porträts entsteht ein zeitgemäßes Bild des Stroms.[Bild: 16:9 ]

    Personen

    Regie:Peter Bardehle, Luzia Schmid


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