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Die Schweiz feiert Tourismusrekorde, doch vielerorts kippt die Stimmung. Der Film zeigt, wo Reisende träumen und Einheimische stöhnen, und erzählt vom Land hinter der Postkartenkulisse.
Der Tourismus in der Schweiz erreicht neue Höhen: 2025 wurden über 60 Millionen Logiernächte verzeichnet - zum dritten Mal in Folge ein Rekord. Doch immer mehr Menschen fühlen sich von den Massen gestört.
Verkehrsachsen geraten an ihre Belastungsgrenzen und lokale Identitäten stehen unter Druck.
Im Zentrum des Films steht Luzern, wo sich die Besucherzahlen in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt haben. Autos rollen weiterhin direkt zu den Uhrengeschäften und verstopfen die Innenstadt. Auch das restriktive Airbnb-Reglement zeigt, wie stark die Bevölkerung den Overtourismus spürt.
Auf beliebten Bahnstrecken wie nach Engelberg oder Interlaken verschärfen überfüllte Züge die Spannungen zwischen Einheimischen und Gästen. Besonders drastisch ist die Situation in Lungern: Seit eine koreanische Netflix-Romanze am Lungerersee gedreht wurde, strömen Touristinnen und Touristen in Scharen ins kleine Obwaldner Dorf.
Währenddessen investiert der Titlis bereits in seine touristische Zukunft: Herzog & de Meuron entwickeln ein futuristisches Projekt mit Aussichtsturm, Gourmet-Restaurant, Rolex-Boutique und Infrastruktur für Hunderte Gäste.
Der Film von Jörg Huwyler stellt die Frage: Wie viel Tourismus verträgt die Schweiz?
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