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Karge Vegetation, bergige Steppen und tiefe Schluchten: Der Waschlowani-Nationalpark im Südosten Georgiens könnte als Kulisse eines Western dienen. Die Pistazien- und Wacholderbäume sind einzigartig in dieser Region. Genauso beeindruckend wie die atemberaubende Landschaft des Nationalparks sind die Tiere, die hier leben - wie Bären, wild lebende Pferde und Wölfe. Waschlowani ist der am wenigsten erschlossene Nationalpark Georgiens - eine raue Steppenlandschaft an der Grenze zu Aserbaidschan. An der Adlerschlucht nisten seltene Vogelarten wie Schwarzstorch und Geier. Sie stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten.
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Der Waschlowani-Nationalpark im Südosten Georgiens ist der ursprünglichste Park des Landes. Die wüstenartigen Landschaften sind geprägt von zerklüfteten Felsen und engen Schluchten. Waschlowani spiegelt den Reichtum der georgischen Natur wider, für deren Erhalt die sowjetische Regierung bereits 1935 ein Schutzgebiet einrichtete. Die wilden Pistazienbäume, die während ihrer Blüte wie Apfelbäume aussehen, gaben dem Nationalpark seinen Namen: Waschlowani - zu Deutsch „Apfelgarten“.
Seit Jahrhunderten ist dieses Grenzland zwischen Georgien und Aserbaidschan die Winterweide der Hirten und Nomaden. Sie kommen im Oktober aus den Bergen des Kaukasus, um im milderen Waschlowani zu überwintern. Überall im Park grasen dann wild lebende Pferde. Für Giga Charkhelauri bedeuten diese Tiere Freiheit. Auf seinem Pferd reitet er durch die Landschaft und wacht über sie. Er ist einer der bekanntesten Pfleger der überwiegend wild lebenden Pferde in der Region und veranstaltet traditionelle Pferderennen ohne Sattel.
Am Fuß der Gebirge wurden schon vor über 8.000 Jahren Reben gekeltert. Georgien gilt dementsprechend als Wiege des Weinbaus. Natia Guraschwili ist mit 21 Jahren vermutlich die jüngste Winzerin Kachetiens. Sie stellt ihren Wein in sogenannten Kwewri her. Die Tongefäße werden tief in der Erde vergraben. Die Unesco hat diese traditionelle Form der Weinherstellung als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt.
Gemächlich geht es in den Kleinstädten rund um Waschlowani zu. Die Menschen leben meist von dem, was ihr Land hervorbringt, und setzen sich dafür ein, ihre Traditionen, ihre Gemeinschaft und die Natur zu schützen.
Der Film entstand unter anderem in der Nähe des Nationalparks mit tuschetischen Pferden, die den größten Teil des Jahres frei leben, auf der Pferdefarm von Soso Shetidze, bei Ertso-Tianeti auf der Farm von Giga Charkhelauri sowie in den Bergen von Chewsuretien.
Hinweis
Online verfügbar von 27/05/2026 bis 26/06/2026
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