Unter unserem Himmel

Zwiesel, Steiner, Stoißer - Drei Almen im Berchtesgadener Land (Deutschland, 2025)

bis 20:00
Land und Leute
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • 20260517191500
VPS 19:15

Übersicht

Auf die Alm zu gehen, ist für viele Menschen der Inbegriff des einfachen Lebens im Kontakt mit der Natur. Das Almleben am Staufenmassiv ist schön, aber eine Alm zu betreiben ist mit viel Arbeit verbunden und manchmal mit zunehmenden Problemen.

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    Details

    Die Zwieselalm über Bad Reichenhall ist nur zu Fuß zu erreichen. Familie Potschacher hat viele Unterstützer, die unentgeltlich beim Auftrieb der Ziegen helfen, Lebensmittel hinauftragen, Gäste versorgen, Hubschraubertransporte vorbereiten und im Steilgelände die Zäune einschlagen. Trotzdem ist Andreas Potschacher und seine Familie kurz davor, den Gastbetrieb für Wanderer aufzugeben, wie schon zuvor einige andere Almen im Berchtesgadener Land. Erdrückend scheint die Last der Vorschriften und Gutachten, die erbracht werden müssen. Auf der Nordseite des Staufenmassivs liegt die Steiner Alm. Cati Hartl verbringt seit mehr als vierzig Jahren den Sommer hier. Mit Kühen, Ziegen, Pferden und Eseln. Sie bewirtet auch die Wanderer, die heraufkommen. Mittlerweile sind es viele Radfahrer, auch E-Biker. Manche wissen nicht, wie sie den steilen Weg wieder hinunterkommen sollen, andere fahren überall rund um die Alm und machen die Steige und Wanderwege kaputt. Auf der großen Fläche der Steiner Alm, die bis zum Gipfel des Staufens reicht, muss Cati mit ihrer Familie viele Kilometer Zaun stecken, auch damit die Ziegen nicht wieder mit den Bergsteigern zum Klettern gehen. Aber es gibt auch einige Orte, an denen sie niemandem begegnet, wo die uralten verwachsenen Bäume stehen oder wo sie weit ins Land hinausschauen kann. Die Stoißer Alm am Teisenberg gehört seit einhundert Jahren der Almgenossenschaft Freidling. 1926 hatten die Bauern der Umgebung ihr Schafweiderecht am Teisenberg verloren. Zwei Jahre später stimmten 26 Landwirte beim Wirt in Freidling für den Kauf eines Bauernsach und der dazugehörigen Alm auf dem Teisenberg. Mit der Alm war eine Schankerlaubnis verbunden. Auch nach hundert Jahren betreibt die Almgenossenschaft Freidling die Stoißer Alm. Seit einiger Zeit sind keine Milchkühe mehr hier oben, sondern nur noch Jungvieh. Der Gastbetrieb ist wichtiger geworden. Die 26 Bauern und Bäuerinnen, ihre Kinder und Aushilfen arbeiten abwechselnd in der Küche. Die Senner und Sennerinnen, die sie anstellen, sind heute nicht mehr fürs Vieh zuständig, sondern Hüttenwirte. Christoph Thaler ist der zeitweilige Hüttenwirt. Zwischen dem Abschluss des Dolmetscherstudiums in Wien und einer Arbeit als Deutschlehrer in Kolumbien ist er den Sommer über auf der Stoißer Alm.

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