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Als 2004 eine Nagelbombe in der Kölner Keupstraße explodiert, trifft das die vorwiegend migrantische Community der Straße schwer. 22 Menschen werden verletzt, zahlreiche Geschäfte verwüstet - die Brutalität dieses Angriffs hinterlässt die Bewohner fassungslos. Die Behörden vermuten zunächst, dass die Täter Verbindungen zur Keupstraße haben und ordnen die Tat als möglichen Clankonflikt ein. Der damalige Bundesinnenminister Otto Schily schließt einen rechtsterroristischen Hintergrund aus. Rapper Eko Fresh war bereits damals ein Star in Deutschland und bekannt für seinen humorvollen und unkonventionellen Stil. Er kommt aus Köln-Kalk und verbringt viel Zeit in der Keupstraße. Das falsche Narrativ, der Anschlag sei ein interner Konflikt, hält sich jahrelang. Erst 2011 bringt ein Bekennervideo der Rechtsextremistin Beate Zschäpe die Wahrheit ans Licht. Mit seinem Song „Es brennt“ aus dem Jahr 2014 möchte Eko Fresh der jahrelangen Unwissenheit und Ignoranz begegnen. „Ich muss über diesen Vorfall sprechen. Wenn ich das nicht erzähle, wer soll es dann erzählen?“, sagt Eko Fresh.
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