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18 Jahre alt? Dann kommt jetzt Post von der Bundesregierung: ein Fragebogen zum Wehrdienst. Männer müssen, Frauen können antworten. Seit dem 1. Januar 2026 ist der Wehrdienst zurück. Für eine ganze Generation ist das jetzt Neuland. Auch für Y-Reporter Frederik Fleig, der als ehemaliger Zivildienstleistender die Bundeswehr nur von außen kennt. Verteidigungsminister Boris Pistorius verspricht eine zeitgemäße Bundeswehr: moderne Technik, neue Karrierechancen, Innovation. Doch stimmt das wirklich?
Um das herauszufinden, begleiten wir drei junge Rekruten in ihrer Grundausbildung in Parow bei Stralsund. Lucius aus Berlin, Helena aus Potsdam und Jan aus Bayern - sie alle gehen freiwillig zur Bundeswehr. Jan sagt: „Mir als jungem Menschen fehlte bisher die Orientierung im Leben. Und die Disziplin. Beides erhoffe ich mir von der Bundeswehr.“ Helena weiß, dass ihre Entscheidung ihrer Mutter das Herz bricht: „Mich in Uniform zu sehen, das ist schon hart für sie. Wenn ich mir die Weltlage so angucke, finde ich es aber einfach den richtigen Schritt.“
Frederik erlebt mit ihnen Drill und Disziplin, Schießübungen und Gefechts-Simulationen - viel Altbewährtes, eher wenig Innovation. Wie sehen die Rekruten die Bundeswehr? Wie stehen sie zu der elementaren Frage: Kann ich wirklich töten?
Wir machen uns auf die Suche nach der „Bundeswehr der Zukunft“ - und finden sie an Orten, die kaum jemand kennt: Im neuen Innovationszentrum in Erding, wo Start-Ups ihre neueste Drohnentechnik präsentieren. Und in Euskirchen, wo die Cyber- und Informationsstreitkräfte mit KI statt Kugeln trainieren und kämpfen. Doch Frederik trifft auch auf Demonstranten, die auf einer Schüler-Demo in Köln erklären, warum sie gerade nicht zur Bundeswehr wollen.
Lässt sich die Gen Z von der neuen Bundeswehr überzeugen? Oder bleibt die Bundeswehr im Inneren weiter die alte - trotz neuem Anstrich?
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| Redaktion: | Angela Jaenke |
| von: | Frederik Fleig |