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An der bosnisch-kroatischen EU-Aussengrenze kreuzen sich die Wege von Migranten und Einheimischen. Die Narben des Krieges aus den 90er-Jahren verbinden sich mit den Schicksalen der Flüchtenden von heute. Ein tief in der Erde verankerter Film, ein Kaleidoskop aus Landschaft und Wahn.
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In der scheinbar idyllischen Grenzregion zwischen Bosnien und Kroatien, an der EU-Aussengrenze, entfaltet Nicole Vögeles Film «Landschaft und Wahn» ein vielschichtiges Panorama. Hier kreuzen sich die Wege von Geflüchteten auf der Suche nach einem besseren Leben mit denen der Einheimischen. Die Landschaft selbst ist eine Protagonistin, gezeichnet von den unsichtbaren Narben des Bosnienkrieges - eine Erde, in der noch immer Minen schlummern.Vögele beobachtet, wie die Gewalt der Vergangenheit in den illegalen Pushbacks der Gegenwart widerhallt. Doch sie zeigt auch Momente menschlicher Wärme und Resilienz, wenn die Dorfbewohner, die einst selbst Flüchtende waren, den Ankommenden Schutz gewähren. Der Film ist ein poetischer Essay, der über die journalistische Reportage hinausgeht und die Zyklen von Flucht und Gewalt in eindringlichen, atmosphärischen Bildern erfasst. Der Film wurde an vielen Filmfestivals gezeigt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Unter anderen gewann «Landschaft und Wahn» den Grand Prix am internationalen Filmfestival Visions du Réel in Nyon 2024 und den Zürcher Filmpreis 2024 für die beste Regie in der Kategorie Dokumentarfilm.
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