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Wie kommt man dem immer noch „fremden Osten“ näher? Die „Kulturzeit“-Reportage folgt dem Schriftsteller Simon Strauß in die brandenburgische Kleinstadt Prenzlau.
Simon Strauß zeigt in Prenzlau, was sich über Demokratie lernen lässt. In einer Zeit wachsender Entfremdung zwischen politischen Lagern und Regionen findet er in der ostdeutschen Kleinstadt Antworten auf die Frage nach Zusammenhalt und politischer Nähe.
Die Reportage ist doppelt angelegt: Sie erzählt von den Menschen in Prenzlau, ihrem Alltag und ihren politischen Konflikten - und vom Versuch des Autors, dem Ort nachzuspüren. Strauß hat über Prenzlau, das literarische Sachbuch „In der Nähe - vom politischen Wert einer ostdeutschen Sehnsucht“ geschrieben. In Gesprächen vor Ort zeigt sich, wie konflikthaft demokratische Praxis sein kann und warum sachliche Argumente oft nicht ausreichen.
Der Film führt zu DDR-sozialisierten Frauen, Geflüchteten wie dem Syrer Hamza, einem jungen AfD-Politiker, Matthias Platzeck und einer engagierten jungen Bürgerin. Deutlich wird: Ostdeutsche Geschichte ist nicht abgeschlossen, DDR-Erfahrungen wirken fort. Im Zentrum steht die Frage, ob Nähe eine politische Kraft sein kann: geografische, emotionale, menschliche Nähe. Ob dort, wo Menschen einander als Gegenüber begegnen, nicht auch die Möglichkeit von Gemeinschaft neu beginnt.
Seinen Höhepunkt findet der Film in einer Buchpräsentation in der Kirche - einem Ort der Versammlung, der Gemeinsamkeit und der Nähe.
Mehr Hintergrund-Berichte finden sich in der täglichen Regelsendung „Kulturzeit“ und auf Kulturzeit.de
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