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Pistensanitäter im Dauereinsatz (2026)

bis 20:15
Reportagereihe
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Auf Europas Skipisten steigt die Zahl der Unfälle seit Jahren. Allein in Oberitalien verzeichnen die Rettungskräfte pro Saison bis zu 12.000 Stürze und Kollisionen. Überfüllte Hänge, Alkohol und Selbstüberschätzung bringen Wintersportler in Gefahr. Die Reportage begleitet Polizisten, Pistenretter und Betroffene, die für mehr Sicherheit am Berg kämpfen.

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    Die Polizisten Stefano Zanolli und Pierluigi Sperandio patrouillieren auf Skiern. In Italien gelten Helmpflicht und eine Promillegrenze von 0,5 - und das wollen die Carabinieri am Monte Bondone in Südtirol durchsetzen. Sie stoppen rücksichtslose oder angetrunkene Skifahrer. Es folgen Aufklärungsgespräche, Alkoholtests und Bußgelder, genau wie im Straßenverkehr. In Österreich überwacht Pistenretter Fabio Arnold gemeinsam mit elf Kollegen 144 Pistenkilometer im Skigebiet Sölden. Bei gutem Wetter sind die Hänge voll und sein Team im Dauereinsatz: Bänderrisse, Schädel-Hirn-Traumata und Knochenbrüche bestimmen den Rettungsalltag. Besonders gefährlich wird es, wenn Après-Ski und Alkohol die letzte Abfahrt zum Risiko machen. Doch das Alpenland verzichtet weiterhin auf Helmpflicht und Promillegrenze. Fabio Arnold setzt auf Vernunft - und wünscht sich klare Regeln wie in Italien. Die ehemalige Skirennläuferin Lucrezia Lorenzi hat das Schlimmste erlebt: Ihre Schwester Matilde, ein Nachwuchstalent mit Olympia-Ambitionen, starb nach einem Sturz im Training. Seitdem engagiert sich die 28-jährige Lucrezia mit der „Fondazione Matilde Lorenzi“ für mehr Prävention - beispielsweise mit Erste-Hilfe-Kursen. Dazu unterstützt sie Ingenieure der Polytechnischen Hochschule Turin bei der Entwicklung intelligenter Sicherheitskonzepte. Das Ziel: so viele Unfälle wie möglich zu verhindern.

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