Gulag - Die sowjetische „Hauptverwaltung der Lager“

Wucherungen 1934 - 1945 (Frankreich, 2017)
Folge 2

bis 22:05
Geschichte
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20260421210500
VPS 00:00

Übersicht

Der Gulag wurde zu einer regelrechten Strafindustrie ausgebaut. 1935 überstieg die Zahl der Inhaftierten erstmals die Millionengrenze. Die Haftbedingungen verschlechterten sich zunehmend und zahlreiche Häftlinge starben an Hunger und Seuchen.

Themen

    Details

    Auf dem XVII. Parteitag der KPdSU von den Funktionären bejubelt, ordnete Stalin 1934 den Bau des Moskau-Wolga-Kanals und einer neuen Trasse der Transsibirischen Eisenbahn an. Die mittlerweile in das „Volkskommissariat für innere Angelegenheiten“ eingegliederte Geheimpolizei „Staatliche Politische Verwaltung“ ließ immer weitere Lager errichten und baut den Gulag zu einer regelrechten Strafindustrie aus. 1935 überstieg die Zahl der Inhaftierten erstmals die Millionengrenze. Während der sogenannte Große Terror sich nach außen in den Moskauer Prozessen manifestierte, litt die sowjetische Bevölkerung unter immer stärkeren Repressionen. Es kam zu Massenhinrichtungen und willkürlichen Festnahmen. Im Januar 1939 verrichteten mehr als zwei Millionen Menschen Arbeitsdienst im Gulag. Am 22. Juni 1941 wurde die Sowjetunion von Deutschland angegriffen. Ab 1942 verschlechterten sich die Haftbedingungen zusehends. Zahlreiche Häftlinge wurden von Hunger und Seuchen dahingerafft. Obwohl die Sowjets 1945 den Sieg über Nazideutschland erringen konnten, wurde der „Archipel Gulag“, wie der Schriftsteller Alexander Solschenizyn das Lagersystem in seinem Werk nannte, weiter ausgebaut, denn das System diente der Beschaffung wichtiger Rohstoffe.

    Hinweis

    Synchronfassung, Audiodeskription

    Personen

    Regie:Patrick Rotman


    TVinfo
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