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Franz Bach, dreifacher Vater und erfolgreicher Ingenieur, kommt kaum noch aus dem Büro raus. Dies liegt aber nicht nur daran, dass er viel Arbeit hat, sondern vor allem an der attraktiven Praktikantin Irene. Als seine Ehe auseinanderzugehen droht, gehen seine Kinder der Sache auf den Grund und entwickeln einen Plan für eine Eherettungsaktion. Unterhaltsame Familienkomödie mit Angelica Domröse.
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Der erfolgsverwöhnte Ingenieur Franz Bach ist mal wieder auf Abwege geraten, wie seine Kinder nach eingehender Analyse aller Anzeichen schlussfolgern. Die ständigen Überstunden, die gereizten Nörgeleien an Hausfrau Margarete Bach und schließlich die getrennten Schlafstätten der Eltern. Dagegen muss etwas unternommen werden. Bachs jüngster Sohn Täve vereitelt erst einmal das Rendezvous seines Vaters mit der hübschen, blutjungen Praktikantin Irene Sauer. Stattdessen macht sich Täves 19-jähriger Bruder Klaus an das Mädchen heran. Und Schwester Sabine übernimmt es, ihre hausbackene Mutter rundum zu modernisieren. Wutentbrannt stellt Franz Bach fest, dass ihm sein eigener Sohn die neueste Eroberung ausgespannt hat. Damit nicht genug: Ehefrau Margarete besucht mit schicker Frisur und adrettem Outfit die Volkshochschule, wo sie ihre Französischkenntnisse aufpoliert. Auch eine Stelle als Auslandskorrespondentin in Franz‘ Betrieb hat sie schon in Aussicht. Um das Maß voll zu machen, übt sie mit Bachs Kollegen Heinrich Wolle.
Die gebürtige Berlinerin Angelica Domröse (*04.04.1941) wurde von Regisseur Slatan Dudow 1958 bei einem Casting für seinen Defa-Spielfilm „Verwirrung der Liebe“ (1959) entdeckt. Noch während ihres Schauspielstudiums an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg übernimmt sie die Rolle der Irene in der TV-Komödie „Papas neue Freundin“ (1960). Ab 1961 folgte für fünf Jahre ein Engagement am legendären Berliner Ensemble. Von 1967-79 gehörte Angelica Domröse zum Ensemble der Berliner Volksbühne und entwickelt sich zu einer der profiliertesten Charakterschauspielerinnen der DDR. Sie arbeitete mit den prägenden Regisseuren des DDR-Theaters wie Benno Besson, Manfred Wekwerth, Manfred Karge und Matthias Langhoff. Ihre enorme Popularität erlangte sie vor allem durch die Arbeit vor der Kamera. Ein Höhepunkt ihrer filmischen Karriere war die Rolle der jungen alleinerziehenden Mutter in „Die Legende von Paul und Paula“ (1973). Die Liebesgeschichte von Regisseur Heiner Carow und Drehbuchautor Ulrich Plenzdorf avancierte zum Kultfilm und wurde einer der größten Kinoerfolge der DEFA. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Schauspieler Hilmar Thate (1931-2016), verließ Angelica Domröse im Zuge der Biermann-Affäre 1980 die DDR. In der Bundesrepublik kann sie an ihre Erfolge anknüpfen; spielt wieder verstärkt Theater u.a. am Berliner Schiller-Theater und am Thalia in Hamburg, arbeitet mit wichtigen Regisseuren wie George Tabori und Peter Zadek. Auch in Film- und Fernsehproduktionen ist sie weiterhin zu sehen. 2008 erhielt Angelica Domröse den Preis der DEFA-Stiftung für ihre Verdienste um den deutschen Film.
Hinweis
Charmanter DDR-Fernsehklassiker mit Angelica Domröse in ihrer ersten Fernsehrolle, sowie Peter Herden und Helga Raumer als Ehepaar Bach, dessen Kinder mit einer amüsanten Eherettungsaktion die Familie wieder zusammenbringen.
Das rbb Fernsehen zeigt um 20.15 Uhr einen weiteren Film mit Angelica Domröse, die Komödie „Mein lieber Mann und ich“ (DDR 1975).[Ton: Mono], DRA, [Bild: 4:3]
Personen
Schauspieler: Rolle | Franz Bach Irene Sauer Margarete Bach Klaus Bach Sabine Bach Täve Bach Heinrich Wolle |
| Regie: | Georg Leopold |
| Drehbuch: | Hermann Rodigast, Georg Leopold, Gertrud Nüsken |
| Kamera: | Walter Fehdmer |
| Musik: | Walter Ulfig |