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Alexandre, seit langem arbeitslos, hat zwei Monate Zeit, um seiner Frau zu beweisen, dass er sich um seine Kinder kümmern und finanziell unabhängig sein kann ... - Die Brüder Podalydès knüpfen sich die Unternehmenskultur, Sprache und Werte von Start-ups vor, mit ihrem eigenen bitterbösen Humor (2020).
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Alexandres Frau, eine Marinesoldatin, hat ihm bis zu ihrer Rückkehr von einer U-Boot-Mission ein Ultimatum gestellt: Entweder er hat bis dahin einen Job gefunden, der ihm finanzielle Unabhängigkeit garantiert, oder es ist aus. In der Kita trifft Alexandre auf Arcimboldo, sein überdrehtes Alter Ego und ein Lebenskünstler, der mit seiner Ich-AG „personalisierte Dienstleistungen“ anbietet und ein wenig wie die Fee in diesem Märchen wirkt. Alexandre findet eine Anstellung in einem Start-up, wenngleich er die Aufgabenstellung nicht ganz verstanden hat. Das Unternehmen namens The Box kultiviert eine gewisse Form von Selbstbestimmung - so kann er sein eigenes Gehalt festlegen -, erwartet aber eine Verfügbarkeit 24/7 und verfolgt eine strikte Kein-Kind-Politik ...Um die Existenz seiner Kinder und der zwei Alfreds zu verbergen, muss Alexandre zahlreiche Verrenkungen machen - mit tatkräftiger Unterstützung Arcimboldos. Dabei entdeckt er, dass die gefürchtete Séverine, die ständig am Rande eines Nervenzusammenbruchs zu stehen scheint, tatsächlich die Mutter von Suzie ist, einer Praktikantin im Unternehmen, und dass auch andere Kollegen sorgfältig verbergen, dass sie Kinder haben. Auf Anregung von Suzie beschließen sie, die wöchentliche Konferenzschaltung zu nutzen, um sich als Eltern zu outen und die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen ...In dieser witzigen und scharfsinnigen Komödie verwandelt Bruno Podalydès ein hypervernetztes Start-up-Unternehmen in ein kleines Theater des Absurden und erzählt in einer gekonnten Mischung aus Anklage und Poesie von den Irrwegen der heutigen Arbeitswelt.
Hinweis
Der Film wurde 2020 im Rahmen des Deauville Filmfestivals vorgestellt. Wie in „Der doppelte Alfred“ arbeitet Regisseur und Schauspieler Bruno Podalydès regelmäßig mit seinem Bruder Denis Podalydès zusammen, nebenbei Ensemblemitglied der Comédie-Française. So spielte Denis Podalydès unter anderem Albert Jeanjean in „Gott allein sieht mich“ (1998) und Joseph Rouletabille in „Das Geheimnis des gelben Zimmers“ (2003) sowie in „Das Parfüm der Dame in Schwarz“ (2005).Synchronfassung, Audiodeskription, Produktion: ARTE France Cinéma, Why Not Productions
Personen
Schauspieler: Rolle | Alexandre Duveteux Séverine Cupelet Arcimboldo Albane Duveteux Aymeric Sarah Suzie |
| Regie: | Bruno Podalydès |
| Drehbuch: | Bruno Podalydès, Denis Podalydès |
| Kamera: | Patrick Blossier |
| Musik: | Frédéric Junqua |