Auf den rumänischen Wiesen wächst eine Pflanze, die Jan Haft und sein Filmteam in Deutschland und Österreich vergeblich gesucht haben: der Regensburger Ginster, der den Raupen als Futterpflanze dient.
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Auf den rumänischen Wiesen wächst eine Pflanze, die Jan Haft und sein Filmteam in Deutschland und Österreich vergeblich gesucht haben: der Regensburger Ginster, der den Raupen als Futterpflanze dient.

Im Hochland Transsylvaniens existieren noch großflächige Allmendeweiden, auf denen Rinder, Wasserbüffel und Pferde in kleinen Stückzahlen grasen ? der Lebensraum des Orangeroten Heufalters.

Jan Haft auf einer Büffelweide in Rumänien: Hier werden er und sein Filmteam auf der Suche nach dem europaweit vom Aussterben bedrohten Orangeroten Heufalter schließlich fündig.

Zwei Orangerote Heufalter lassen sich zum Trinken an einer Pechnelke nieder.

Ein Orangeroter Heufalter sammelt Mineralien im Boden.

Ein frisch geschlüpfter Orangeroter Heufalter an Regensburger Ginster
Übersicht
Der Orangerote Heufalter, auch Regensburger Gelbling genannt, war einst weit über Europa bis nach Österreich und Deutschland verbreitet. Die Nahrung seiner Raupen: der Zwergginster. In diesen Magerrasen lebt der Falter mit allem, was im Naturschutz Rang und Namen hat. Was ist passiert, dass es in Regensburg keine Heufalter mehr gibt?
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Der Orangerote Heufalter, auch Regensburger Gelbling genannt, war einst weit über Europa bis nach Österreich und Deutschland verbreitet. Was ist passiert, dass es in Regensburg keine Heufalter mehr gibt? In grauer Vorzeit sind Herden mächtiger Pflanzenfresser übers Land gezogen, die durch Abknabbern von Schösslingen und Zweigen einen vielgestaltigen, offenen Lebensraum schufen. In der jüngeren Geschichte sorgten die Bauern mit ihrem Vieh dafür, dass die Heimstatt des Orangeroten Heufalters nicht vom Wald verschlungen wurde. Bis die Landwirtschaft modernisiert und industrialisiert wurde: Im 20. Jahrhundert zogen die Rinder von der Weide in geschlossene Ställe um. Die Schmetterlingswiesen wurden gedüngt oder aufgelassen, das große Aussterben begann. Der Regensburger Gelbling war einer der Ersten, der verschwand.
Auch in Österreich sind die letzten Vorkommen, etwa bei Wien und Linz, der modernen Landwirtschaft zum Opfer gefallen. Die letzten großen Vorkommen des vom Aussterben bedrohten Schmetterlings liegen in Osteuropa. Etwa in Siebenbürgen in Rumänien. Dort vermittelt die traditionelle Landnutzung - und die daraus resultierende Landschaft - noch einen Eindruck, wie es vor langer Zeit auch bei Regensburg und überall in Mitteleuropa ausgesehen hat.
Und hier fliegen die Heufalter noch, in einem Lebensraum, der in puncto Artenvielfalt seinesgleichen sucht. Gebiete, die durch eine vielfältige, extensive Nutzung der Urlandschaft so nahekommen, dass derart empfindliche und spezialisierte Arten ein Auskommen finden.
Hinweis
„Die Geschichte vom Orangeroten Heufalter“ ist ein Naturfilm im Gewand eines Roadmovies. Filmemacher Jan Haft und sein Team machen sich auf die Suche nach einem der seltensten Tagfalter Europas.
Das Filmteam um Jan Haft besucht für „Die Geschichte vom Orangeroten Heufalter“ je einen Ort in Deutschland und Österreich, wo die Art jüngst verschwunden ist, und findet die europaweit vom Aussterben bedrohte Schmetterlingsart schließlich in Rumänien. Dabei wird klar, was den Falter überall bedrängt: das Verschwinden der extensiven Weidelandschaften, im Zuge der Industrialisierung der Landwirtschaft. Nur in Rumänien, im Hochland Transsylvaniens, existieren noch großflächige Allmendeweiden, auf denen Rinder, Wasserbüffel und Pferde in kleinen Stückzahlen grasen, sodass die halboffene, von Gehölzen und Wäldchen durchsetzte Wiesenlandschaft erhalten wird.
Ein Lebensraum mit einem ungeahnten Artenreichtum, für den der Orangerote Heufalter Symbol steht. Rinder und Pferde sorgen nicht nur für den Erhalt des seltenen Schmetterlings. Sie schützen die Biodiversität, das Klima und die Landschaft. Wie, das erzählt dieser Film.
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Top-Spielfilm am 08.04.
Spielfilm
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Zwei bärenstarke Typen