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Die Dokumentation „Becoming a Swan“ entführt in die faszinierende Welt des klassischen Balletts und zeigt junge Tänzer und Tänzerinnen aus aller Welt bei ihrem Weg zur Erfüllung ihrer Träume.
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Der Film zeigt die verschiedenen Facetten der klassischen Tanzausbildung - von den ersten Schritten der 10-jährigen Églantine Chappaz an der Pariser Opéra bis hin zu den professionellen Tänzern des Bayerischen Junior Balletts. Dabei werden sowohl die Hingabe und Leidenschaft für den Tanz als auch die enormen körperlichen und mentalen Herausforderungen des Berufs thematisiert.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Wandel in der Ballettausbildung: Während früher oft autoritäre Lehrmethoden vorherrschten, setzen moderne Tanzpädagogen wie Pascal Molat in San Francisco auf einen ganzheitlicheren Ansatz. Die Dokumentation spricht dabei auch offen über die Schattenseiten des Balletts - von Verletzungen über Essstörungen bis hin zu missbräuchlichen Strukturen.
Gleichzeitig zeigt der Film die kulturelle Vielfalt der heutigen Ballettwelt. So berichtet die Tänzerin Adji Cissoko vom Alonzo King Lines Ballet über ihre Erfahrungen als schwarze Ballerina und die Notwendigkeit, neue Geschichten im klassischen Tanz zu erzählen.
Die internationalen Perspektiven der jungen Tänzer - von Neuseeland über Japan bis Europa - verdeutlichen dabei die globale Dimension des Balletts.
Der Film gibt jungen Tänzer:innen eine Stimme, lässt ihre Träume und Hoffnungen spüren und zeigt ihre unermüdliche Hingabe an die Kunst. Dabei schreckt „Becoming a Swan“ nicht davor zurück, auch die dunkleren Aspekte dieser Welt zu beleuchten - den enormen Druck, den Wettbewerb und die Opfer, die die Tanzkarriere oft mit sich bringt. Mit emotionalen Interviews, packenden Proben und atemberaubenden Bühnenmomenten ist die Dokumentation eine tiefgehende Hommage an die Schönheit und die Herausforderungen des Balletts - und an die Menschen, die ihr Leben diesem Traum widmen.
Die Dokumentation entstand unter der Mitwirkung renommierter Persönlichkeiten der internationalen Ballettszene, darunter Élisabeth Platel (Direktorin der École de danse de l‘Opéra de Paris), Grace Holmes und Ivan Liška .
Hinweis
Gedreht an bedeutenden Schauplätzen wie der traditionsreichen Opéra Bastille und der École de danse de l‘Opéra de Paris, wo seit Jahrhunderten die Elite des Balletts ausgebildet wird, taucht der Film in die Geschichte und die Disziplin ein, die den Tanz in Frankreich prägen. Gleichzeitig zeigt er die Dynamik und Vielfalt des San Francisco Ballet, das für seine innovative Kombination aus Technik und künstlerischer Individualität bekannt ist. München, mit seinem Nationaltheater und dem Bayerischen Junior Ballett, rundet das Bild ab und illustriert, wie sich klassische und zeitgenössische Ansätze in einem geschützten Raum verbinden, in dem junge Talente wachsen und reifen können.
Eine besondere Perspektive bringt Alonzo King‘s Lines Ballet aus San Francisco ein, das sich als Gegenpol zu den traditionellen Ballettinstitutionen versteht. Mit einem einzigartigen Fokus auf die Individualität der Tänzer:innen schafft die Kompanie ein Umfeld, in dem Bewegungen weit über die klassischen Normen hinausgehen und Raum für die Entwicklung persönlicher Ausdrucksformen geben.
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