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Die einen sollen den Verkehr abbremsen, die anderen ihn im Fluss halten. Geplant und gebaut werden sie zügig. Doch wer kümmert sich um die Gestaltung und Pflege von Verkehrsinseln und Kreisverkehren, die aus dem Verkehrsalltag nicht mehr wegzudenken sind?
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Etwa Anfang der 1990er-Jahre entstand ein neues Phänomen: Verkehrsinseln und Kreisverkehre. Die einen sollten den Verkehr abbremsen, die anderen ihn im Fluss halten.
Geplant und gebaut wurden sie zügig, und es sind erstaunlich viele, die sich leidenschaftlich um deren Gestaltung und Pflege kümmern.
Kreisverkehre kannte man damals höchstens aus England, die Roundabouts.
Und den vielleicht wohl eindrucksvollsten rund um den Arc de Triomphe in Paris, der bereits 1907 angelegt wurde.
Kreisverkehre gibt es in allen Varianten. Und manch Unbedeutender wird plötzlich überregional bekannt. Wie der Eberhofer-Kreisel, aus der gleichnamigen bayerischen Krimiserie.
Kreisverkehre haben trotz großem Flächenverbrauch auch etwas Gutes.
In ihrem Zentrum bilden sich kleine Biotope. Sie sind eine Art endemische Inseln. Nur das Verlassen dieser kann problematisch werden, zumindest auf dem Landweg. So entstehen manchmal sogar neue Schutzgebiete, von Asphalt eingekreist, von Autolärm umgeben und kaum zugänglich.
Oder der Kreisverkehr offenbart sich als öffentlicher Kunstraum. Einfache, schnell zu erfassende Objekte stehen dann in deren Mitte, die die Verkehrsteilnehmer ja nicht zu sehr ablenken sollen. Eine unentgeltliche Open-Air Galerie, die nicht zum Verweilen einlädt, sondern im Transit, im wahren Sinne des Wortes erfahren werden muss.
Piktogramme der Region, an denen sich oftmals die Geister scheiden.
Mittlerweile gehören Verkehrsinseln und Kreisverkehre zum Verkehrsalltag.
Aus dem Navi hört man nun: „Nehmen Sie die zweite Ausfahrt und dann weiter auf der Route“. Ein einfaches Geradeaus gibt es nicht mehr.
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