Ausstellungsansicht mit Jean-Auguste-Dominique Ingres' Porträt von Antonia Duvaucey de Nittis (oben re.) in der Sammlung des Musée Condé in Chantilly
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Ausstellungsansicht mit Jean-Auguste-Dominique Ingres' Porträt von Antonia Duvaucey de Nittis (oben re.) in der Sammlung des Musée Condé in Chantilly

1807 porträtierte der junge französische Maler Jean-Auguste-Dominique Ingres die Geliebte des französischen Botschafters beim Heiligen Stuhl, Antonia Duvaucey de Nittis. Das schöne Bildnis enthält, obwohl eher schlicht gehalten, ein wertvolles Detail ...

Der Diamantring am Finger der jungen Madame Duvaucey ist ein Hinweis auf den Orientalismus, der seinerzeit im Zusammenhang mit dem beginnenden Kolonialismus die Mode prägte.
Übersicht
Rom, 1807: Der junge französische Maler Jean-Auguste-Dominique Ingres malt das Porträt von Madame Duvaucey, der Geliebten des französischen Botschafters beim Heiligen Stuhl. Obwohl eher schlicht gehalten, enthält das entrückend schöne Bildnis ein wertvolles Detail: ein Diamantring am Finger der jungen Frau. Das Schmuckstück ist ein Hinweis auf eine vom Orientalismus geprägte Mode, die sich im Zusammenhang mit dem frühen Kolonialismus verbreitete. Von den Minen in Indien über die Diamantenhändler von Antwerpen bis hin zu den exklusiven Pariser Juweliergeschäften erkundet der Dokumentarfilm die Hintergründe dieser Geschichte.
Themen
Details
Die Reihe „Die ganze Welt in einem Bild“ geht der Geschichte kleiner Gegenstände auf den Grund, die auf den Bildern großer Maler zu sehen sind. Bei näherer Betrachtung entpuppen sich vermeintliche Details als überraschende Symbole für bestimmte kulturelle und geografische Räume. Sie offenbaren Geschehnisse, die sich vor Jahrhunderten und Tausende von Kilometern ereignet haben und bis heute nachklingen.
Im Mittelpunkt der heutigen Folge steht das von Jean-Auguste-Dominique Ingres angefertigte Porträt von Madame Duvaucey, der Geliebten des französischen Botschafters beim Heiligen Stuhl. Das Gemälde aus dem Jahr 1807 mutet einfach an - bis auf den Diamantring am Finger des Modells. Der Dokumentarfilm beleuchtet die politischen, wirtschaftlichen und künstlerischen Hintergründe in der Entstehungszeit des Porträts. Vor allem die Gier der französischen Aristokratie im Ersten Kaiserreich nach Gold und nach exotischen Edelsteinen befeuerte die Konflikte zwischen den europäischen Kolonialmächten und den indischen Herrschern.
Anhand der Beiträge zahlreicher Expertinnen und Experten zeichnet der Film die abenteuerliche Reise dieses Edelsteins am Finger einer ambitionierten jungen Frau der napoleonischen Ära nach: von den Diamantenminen im indischen Golkonda über die Korallenriffe in Sardinien und die Diamantenhändler in Antwerpen bis hin zur Pariser Place Vendôme. Der diskrete Ring im Gemälde des großen Malers, Zeichners, Orientalisten und Hauptvertreters des Neoklassizismus Ingres offenbart dem aufmerksamen Betrachter die Geschichte einer Welt im Wandel.
Hinweis
Synchronfassung
Personen
Top-Spielfilm am 15.03.
Spielfilm
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