Miss-represented - Das Frauenbild im italienischen Fernsehen

Frankreich, 2021
bis 00:00
Dokumentation
  • Untertitel
  • 20260222230500
VPS 23:05

Im Bild: 2013 nahm RAI "Miss Italia" wegen Kritik an Frauenfeindlichkeit aus dem Programm; der Wettbewerb wechselte zu La7. Einige Kandidatinnen trugen dort T-Shirts mit "weder nackt noch stumm" - eine Reaktion auf Laura Boldrinis Hinweis, dass Frauen im Fernsehen kaum zu Wort kommen.


Bildauswahl:


Bild 1

Im Bild: 2013 nahm RAI "Miss Italia" wegen Kritik an Frauenfeindlichkeit aus dem Programm; der Wettbewerb wechselte zu La7. Einige Kandidatinnen trugen dort T-Shirts mit "weder nackt noch stumm" - eine Reaktion auf Laura Boldrinis Hinweis, dass Frauen im Fernsehen kaum zu Wort kommen.


Bild 2

Im Bild: Miss Italien wird wohl immer Anlass zu leidenschaftlichen Debatten geben. Der Schönheitswettbewerb ist Teil der Geschichte und zeigt den Wandel der Sitten. Doch wie wird das Gesicht der Frau von morgen aussehen?


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Im Bild: 1947 traten Gina Lollobrigida, Lucia Bosè und andere Kandidatinnen im Bikini beim Schönheitswettbewerb "Miss Italien" auf. Der Zweiteiler, der im Vorjahr vom Franzosen Louis Réard kreiert wurde, hatte in Italien für Aufsehen gesorgt.


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Im Bild: Die Siegerinnen der Miss-Wahlen erhalten als Preise Haushaltsgeräte wie Näh- oder Waschmaschinen, die ihnen im täglichen Leben von Nutzen sein sollen.


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Im Bild: Die Siegerinnen der Miss Wahlen erhalten als Preise Haushaltsgeräte wie Näh- oder Waschmaschinen, die ihnen im täglichen Leben von Nutzen sein sollen.


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Im Bild: Gina Lollobrigida zog immer alle Blicke auf sich.


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Im Bild: Seit Ende der 70er Jahre hat keine Protestbewegung eine solche Mobilisierung bei Frauen ausgelöst. Der Rubygate-Skandal hat eine neue Debatte über die gesellschaftliche Position der Frauen entfacht.


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Im Bild: Lucia Bosè wurde 1947 zur Miss Italien gewählt. Die junge Lucia kam aus einfachen Verhältnissen, wie es bei viele Teilnehmerinnen auch der Fall war, die oft aus ländlichen Regionen stammten.


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Im Bild: Gina Lollobrigida zog immer alle Blicke auf sich.


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Im Bild: 2011 fand die Demonstration "Wenn nicht jetzt, wann dann?" statt - mit dem Plakat: "Wir wollen ein Land, das Frauen respektiert."


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Im Bild: Mit dem Wirtschaftswunder steigt zwar die Erwerbstätigkeit von Frauen deutlich, doch bleiben sie meist in wenig verantwortungsvollen Positionen. Auch ihre Bildungschancen verbessern sich nur langsam.


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Im Bild: Tausende Frauen demonstrieren in Rom gegen frauenfeindliche Politik (2011).


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Im Bild: Ein Fotoshooting, bei dem die Schönheitsköniginnen auf Autos posieren.


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Im Bild: Gina Lollobrigida, die 1947 an der Wahl zur Miss Italien teilnahm, entwickelte sich rasch zu einem Sinnbild italienischer Schönheit - sowohl im eigenen Land als auch weit darüber hinaus.


Bild 15

Im Bild: Silhouetten zeigen das Schönheitsideal jener Zeit.

Themen

    Details

    Acht Jahrzehnte lang galt der Miss-Italy-Wettbewerb als ernstzunehmende Angelegenheit: hohe Einschaltquoten, Kontroversen, Karrierepläne, Mode-Trends - und vor allem ein konstant bleibendes Frauenbild in einer Gesellschaft voller Widersprüche. Anhand unzähliger Archiv-Ausschnitte blickt der Film zurück auf die vielen Wettbewerbe mit jungen Schönheiten, von denen einige später zu den berühmtesten internationalen Film-Diven gehörten. So haben etwa Sofia Loren, Lucia Bosè und Gina Lollobrigida einst an diesen Beauty Contests teilgenommen. Aus heutiger Sicht mag die - vorwiegend dekorative - Rolle der Frauen in Fernseh-Unterhaltungs-Shows schockieren und doch sind die anachronistischen Aussagen und Einstellungen Teil des kollektiven Gedächtnisses, nicht nur in Italien. Auf unterhaltsame Weise beleuchtet der Film die Geschichte des italienischen Frauenbildes und den zähen, sozialen Wandel.

    Hinweis

    Personen

    Regie:Roberto Garzelli

    1 weiterer Sendetermin



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