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Sie waren Stars - und das schon als Kinder. Sie standen vor der Kamera, haben Filme gemacht, Autogramme gegeben, wurden hofiert und gefeiert. Doch zu welchem Preis?
Diese Dokumentation begleitet drei ehemalige Kinderschauspieler*innen und blickt mit ihnen hinter die Kulissen von Kinder- und Jugendschauspiel. Die vielleicht erfolgreichste Zeit ihres Lebens hat bei den ehemaligen Kinderschauspieler*innen auch Narben hinterlassen. Spaß und Erfolg auf der einen Seite, Mobbing und Leistungsdruck teilweise auf der anderen. Und die Frage: Was kommt noch? Werde ich an damalige Erfolge anknüpfen können?
Nick Romeo Reimann steht seit seiner Kindheit vor der Kamera, er war Darsteller in der erfolgreichen Kinoreihe „Die Wilden Kerle“. Damals war die Wertschätzung groß, Kritik gab es kaum. Doch er wird älter und muss lernen, mit Rückschlägen umzugehen. Zwar spielt er mittlerweile an einem renommierten Theater, aber seine Filmkarriere schien vorbei zu sein: 65 Castings hatte er seit 2019, 65 Mal erhielt er eine Absage. Im vergangenen Jahr wird er dann endlich wieder für einen Kinofilm besetzt. Ist das der Start einer neuen Karriere beim Film? Die Doku zeigt, wie er sich auf die Rolle akribisch vorbereitet.
Schon als junges Mädchen war auch Luna Jordan an Filmsets zu Hause, als Teenager übernahm sie komplizierte Rollen. Irgendwann kann sie nicht mehr zwischen sich und der Rolle unterscheiden, die sie in den Sommerferien am Set verkörpert hatte. Bis heute spielt Luna oft schwierige Charaktere, Frauen mit psychischen Problemen, Missbrauchsopfer, Abhängige. Sie sagt, sie liebt diese Herausforderung und feiert große Erfolge damit.
Constantin von Jascheroff ist Ende 30. Seine Anfänge als Kinderschauspieler fanden in einer ganz anderen Zeit statt als bei Luna und Nick. 1994, mit sieben Jahren, beginnen für ihn die Dreharbeiten zu seiner ersten großen Rolle im Kinoerfolg „Rennschwein Rudi Rüssel“. Seine nächste Hauptrolle folgt bereits 1997 als „Titus, der Satansbraten“ und viele weitere Rollen als Schauspieler und Synchronsprecher. Als Kind drehte er teilweise bis zu zwölf Stunden, erzählt er. Einmal sei sein Vater wütend ans Set gekommen und habe Constantin einfach mit nach Hause genommen, weil das Filmteam so stark überzogen hatte.
Mit allen drei Protagonisten blickt der Film auf die Vergangenheit zurück und begleitet sie in der Gegenwart.
Die Dokumentation ist eine Koproduktion mit ARD Kultur.
ARD-Mediathek ab 26.02.2026, Verweildauer: drei Jahre
Hinweis
Personen
| von: | Zita Zengerling, Kira Gantner |