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Johannas Welt ist hell und dunkel, ohne eindeutige Formen oder Farben. Als Jugendliche wird der Sport ihre Chance. Die 24-jährige Biathletin gehört zu den Favoriten der Paralympics 2026.
Wegen ihrer Sehbehinderung ist Johanna auf eine Guide angewiesen, die ihr in der Loipe und am Schießstand Anweisungen gibt. Zum Schießen nutzt sie ein Laser-Gewehr, das mit einem akustischen Signal arbeitet. Und Johanna trifft fast immer.
Sehbehindert ist Johanna Recktenwald wegen eines Gendefekts seit ihrer Geburt; festgestellt wurde das allerdings erst in der Grundschule. Inzwischen hat die 24-Jährige nur noch knapp zwei bis drei Prozent Sehvermögen.
Obwohl Johanna immer viel und gerne Sport gemacht hat, kommt sie erst mit 15 Jahren über eine Schul-AG zum Parasport Ski-Langlauf: „Für mich ist der Sport eine Chance, die meine Behinderung mir gibt. Ohne meine Behinderung wäre ich vermutlich keine Leistungssportlerin, und nicht der Mensch, der ich heute bin.“
Ihre Eltern unterstützen Johanna - investieren Zeit und Geld, um die Sportkarriere ihrer Tochter zu ermöglichen. Seit 2016 ist sie erfolgreiche Biathletin, gewinnt etliche Medaillen. Zuletzt holte sie im Februar 2025 Gold bei der Para Biathlon-WM. Bei den Paralympics 2026 zählt sie zu den Top-FavoritInnen. Immer mit dabei: ihre Guide Emily Weiss. Sie trainiert mit Johanna, begleitet sie auf der Piste und am Schießstand. Die beiden Frauen waren schon nach sehr kurzer Zeit ein eingespieltes Team und vertrauen sich blind.
Weitere Informationen sind zu finden unter www.einfachmensch.zdf.de.
Die Sendereihe entsteht in Kooperation mit der „Aktion Mensch“ und ist in Web und App mit Gebärdensprache verfügbar.
Hinweis
[Ton: Audiodeskription ]
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