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Eine wissenschaftliche Entdeckungsreise zu den Geheimnissen des Olymps, dem Wohnsitz der griechischen Götter. Die Dokumentation folgt der Arbeit des Klimaforschers Michael Styllas, der Mythen rund um den Olymp wissenschaftlich neu interpretiert. Dabei erforscht der griechische Wissenschaftler das Innere des Gebirgszugs ebenso wie die Gipfel und entlegensten Täler, um dort Hinweisen auf das Klima in der Antike nachzugehen.
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Wer kennt ihn nicht, den Olymp, den Wohnsitz der griechischen Götter? Seit der Antike wird der Gebirgszug verehrt und von großen Schriftstellern besungen. Homer, Hesiod und viele andere priesen seine majestätische Größe und die außergewöhnlichen Phänomene, die er hervorbringt: die Blitze, die von Göttervater Zeus geschleudert werden, den Regenbogen, den Götterbotin Iris erstrahlen lässt, den einzigartigen Blick auf die Milchstraße oder die „ewige Klarheit“, die den Ursprung des Wortes Olympos bildet.
Der Olymp hat bis heute nichts von seiner Faszination verloren - nicht zuletzt für Forscherinnen und Forscher, die nach rationalen Erklärungen für diese außergewöhnlichen Phänomene suchen. Einer von ihnen ist Michael Styllas. Der griechische Geologe, der sich auf das Klima der Antike spezialisiert hat, verbringt einen Großteil seiner Zeit mit der Erforschung des Olymps. Zu den Gipfeln des Gebirgsmassivs führen keine Straßen, und nur wenige wagen sich in dieses anspruchsvolle Gelände. Michael Styllas erkundet das Gebiet seit seiner Jugend und kennt es mittlerweile wie seine Westentasche. Der erfahrene Bergsteiger hat das Basislager für seine Klimaforschungen in einer kleinen Hütte auf 2.700 Metern errichtet und arbeitet dort seit mehr als 20 Jahren.
Die Dokumentation begleitet den Geologen ein Jahr lang auf der Suche nach den Ursprüngen des mythischen „Olympos“, wo er mehrere internationale wissenschaftliche Missionen leitet. Besonders interessiert die Forscherinnen und Forscher, was im Inneren des Berges verborgen liegt: ein eisgefüllter, bislang unerforschter Hohlraum, in dem wertvolle Klimaindikatoren wie Saharastaub vermutet werden. Ziel ist es, die klimatischen Ereignisse zu rekonstruieren, die in den vergangenen 10.000 Jahren in dieser Schlüsselregion des Mittelmeers geherrscht haben, und den Olymp sowie seine Mythen aus wissenschaftlicher Perspektive neu zu interpretieren. Die Ergebnisse sollen helfen, extreme Wetterereignisse der Vergangenheit besser zu verstehen und daraus Rückschlüsse für die Zukunft zu ziehen.
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