Hand in Hand ziehen die Soldaten der Armee der schulen Krieger in die Schlacht. Homosexualität unter Männern war im antiken Theben erlaubt.
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Hand in Hand ziehen die Soldaten der Armee der schulen Krieger in die Schlacht. Homosexualität unter Männern war im antiken Theben erlaubt.

Sind die Tagebücher und Aufzeichnungen des Archäologen Panagiotis Stamatakis der Schlüssel zum Verständnis der Geheimnisse um die Heilige Schar von Theben?

Der Löwe von Chaeroneia: Monumentales Ehrenmal für die Heilige Schar von Theben. Es erinnert an die militärische Eliteeinheit von 150 männlichen Liebespaaren, die 338 vor Christus in der Schlacht gegen Philipp II. und seinen Sohn Alexander den Großen fielen.

Stadtansicht von Theben in der Antike

Skizze der Skelettfunde von Chaeroneia: Archäologe Panagiotis Stamatakis dokumentiert 1871 akribisch die Überreste der Heiligen Schar, einer Eliteeinheit aus 150 Liebespaaren.

Die Armee schwuler Krieger: Die antike homosexuelle Eliteeinheit von 150 männlichen Liebespaaren kämpft für Theben erfolgreich gegen Sparta.

Zwischen den Gebeinen gefallener Helden: Im 19. Jahrhundert erkundet ein Archäologe ein Gelände in der Nähe einer Steinskulptur und findet menschliche Überreste.
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300 Krieger, 150 Liebespaare - die Heilige Schar von Theben macht Geschichte: eine homosexuelle Elitearmee, die siegreich gegen Sparta kämpft. Wer hat sie gegründet und warum? Um den Zusammenhalt der Truppe zu stärken, wählt Thebens General Gorgidas ausschließlich schwule Paare aus. Er glaubt, dass Liebende in der Schlacht mehr füreinander einstehen als Nichtliebende. Ist die Homosexualität der Männer das Geheimnis ihres Erfolges? Die Armee der schwulen Krieger existiert zwischen 378 und 338 vor Christus und ist maßgeblich an militärischen Auseinandersetzungen gegen die Spartaner beteiligt. Die starke emotionale Bindung und die Kampferfahrung der Berufssoldaten führen zum Sieg Thebens über die Kriegsgegner - bis Alexander der Große auf den Plan tritt. Die Geschichte der einander liebenden Krieger war fast in Vergessenheit geraten. Im Jahr 2019 werden jedoch Grabungstagebücher aus dem 19.Jahrhundert entdeckt. Auch das Skelett eines gefallenen Helden wird gefunden. Eine internationale Gruppe von Archäologen und Historikern nimmt das 4. Jahrhundert vor Christus unter die Lupe. Es ist die Zeit, in der die Heilige Schar sich vier Jahrzehnte lang am Schlachtfeld behauptet. Selbst die als unbesiegbar geltenden Spartaner zwingen sie in die Knie. Fragen tun sich auf, und es zeigt sich ein ganz eigenes Konzept von Liebe und Krieg. Welche gesellschaftliche Bedeutung hatte die männliche Homosexualität in der Antike, und welche Konsequenzen erfolgten daraus? Die Heilige Schar von Theben - eine heldenhafte Eliteeinheit in der griechischen Antike, die aus 150 schwulen Männerpaaren bestand. Ihre Geschichte ist ebenso außergewöhnlich wie ihr militärisches Vermächtnis.
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