Als London im Smog verschwand

Frankreich, 2024
bis 22:35
Dokumentation
  • Stereo
  • HDTV
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VPS 00:00

Die Bewohner Londons waren Nebel gewohnt und ahnten daher das tödliche Ausmaß der Rauchschwaden nicht.


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Die Bewohner Londons waren Nebel gewohnt und ahnten daher das tödliche Ausmaß der Rauchschwaden nicht.


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Im Jahr 1952 sorgte die Wetterlage in London dafür, dass der Rauch aus den Schornsteinen mehrere Tage in der Stadt eingeschlossen war.

Übersicht

Dezember 1952. Ganz London versinkt in einem dichten, toxischen Nebel, der in Wohn- und Schlafzimmer eindringt und 12.000 Menschen tötet. In knapp fünf Tagen lernt die Welt, dass es eine neue tödliche Gefahr gibt: die Luftverschmutzung. Die große Smog-Katastrophe in London schärfte mit einem Schlag das Umweltbewusstsein in den Industrieländern, die umgehend damit begannen, Gesetze über die Luftreinhaltung zu verabschieden.

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    Details

    Im Dezember 1952 wurde London von einem tödlichen Giftnebel gelähmt. Eine Inversionswetterlage führte dazu, dass der aus Millionen von Schornsteinen strömende Kohlenrauch für fünf Tage in der Stadt eingeschlossen wurde. Die Londoner, seit Generationen an dichten Nebel im Winter gewohnt, wussten noch nicht, dass die gelblichen Schwaden tödlich waren. Mit Aussagen von Wissenschaftlern, Historikern und Londoner Bürgern rekonstruiert die Dokumentation im Stundentakt einen der größten Gesundheits-GAUs des 20. Jahrhunderts: stillstehender Personenverkehr, überfüllte Kranken- und Leichenhäuser, eine an Atemnot leidende Bevölkerung. Die Regierung spielte die Gefahr zunächst herunter, dabei stellten Wissenschaftler schon in den darauffolgenden Wochen einen Zusammenhang zwischen der Kohleverbrennung - insbesondere dem giftigen „Nutty Slack“ - und den erhöhten Sterbefällen her. Die Zahl der Todesopfer des Giftnebels stieg von 4.000 auf 12.000 an. Die Tragödie markierte weltweit einen Wendepunkt: Erstmals erkannte ein Land offiziell die Schäden eines Energiemodells für die öffentliche Gesundheit an. Der im Zuge darauf beschlossene Clean Air Act von 1956 umfasste die Einführung rauchfreier Zonen, den Abbau der Kohleheizung und die Auslagerung von Industrieanlagen aus dem Großraum London und ebnete den Weg für eine moderne Umweltpolitik. Beeindruckende Archivbilder, historische Analysen und Einschätzungen aus heutiger Sicht zeigen auf, wie eine in Vergessenheit geratene Tragödie zu einem Umdenken führte und beleuchtet, was sich aus der Smog-Katastrophe von 1952 für aktuelle Umweltkrisen ableiten lässt.

    Hinweis

    Synchronfassung

    Personen

    Regie:Pierre Sainteny


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