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Wie baut man für die Freiheit - inmitten von Unfreiheit? Die Dokumentation über Gefängnisarchitektur fragt, wie Gefängnisse gestaltet sein müssen, um trotz Isolation die Psyche zu stärken, Selbstständigkeit zu fördern und auf ein straffreies Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Denn Strafe ist längst nicht mehr Vergeltung. Ihr Ziel ist Resozialisierung. Wie die Architektur das unterstützen kann, zeigen drei wegweisende Beispiele: Cazis Tignez, Lenzburg und Berlin Heidering.
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Was kann Gefängnisarchitektur dazu beitragen, in Unfreiheit auf ein Leben in Freiheit vorzubereiten und trotz Monotonie eine gesunde Psyche zu fördern? Die Justizvollzugsanstalt Cazis Tignez ist das modernste Gefängnis der Schweiz. Einem Kloster nachempfunden, gleicht sie einer kleinen Stadt. Unterschiedliche Gebäude für Zellen und Werkstätten, große Fenster, Tageslicht und unterschiedliche Materialien bieten Abwechslung und Sinnesreize. Übersichtliche Gänge und Transparenz sorgen für soziale Sicherheit. Will man das Leben nicht verlernen, muss die Architektur in Haft so normal wie möglich gestaltet sein.
Die JVA Lenzburg, älteste Haftanstalt der Schweiz, zeigt wie Architektur auf neue Konzepte von Strafe reagiert. Das über 160 Jahre alte Gefängnis kann noch heute Vorbild sein. Durchdachte Umbauten ermöglichen, dass alte Ideen und zeitgenössischer Vollzug vereinbar sind.
Die JVA Berlin Heidering wurde für den humanen Vollzug gebaut. Transparenz steht im Mittelpunkt. Mit Glas und offenen Wegen setzt man hier auf Vertrauen statt Kontrolle. Denn: Gute Gefängnisarchitektur ist Opferschutz und damit im Interesse der ganzen Gesellschaft.
Hinweis
Online verfügbar von 06/02/2026 bis 07/05/2026
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