Isatu Conteh stellt Gara-Stoffe her und kann damit ihre Familie ernähren.
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Isatu Conteh stellt Gara-Stoffe her und kann damit ihre Familie ernähren.

Salmata Alghali in einem Kleid ihres Labels Makara Tie Dye beim Fotoshooting mit ihrer Schwester

Sängerin Fantacee Wiz bei einem Safe Space Event mit Jugendlichen

Model Esther Kamara in einem Kimono beim Fotoshooting für das Label Madam Wokie am Tokeh Beach

Designerin Mary-Ann Kaikai, Gründerin des Modelabels Madam Wokie
Übersicht
Sierra Leone hat schwere Zeiten durchlebt: Vor etwas mehr als 20 Jahren ging ein blutiger Bürgerkrieg zu Ende, dann erschütterten Ebola und Covid die Region. Immer noch gehört das Land zu den ärmsten der Welt. Sierra Leones Frauen sorgen nun mit einem Feuerwerk an Farben und Formen für einen Aufbruch. So unterschiedlich ihre Lebensgeschichten sein mögen, es eint sie eine Überzeugung: Ein farbenfrohes Leben ist ein glücklicheres Leben! Ein optimistischer Blick auf ein Land, das in der Berichterstattung fast nie stattfindet.
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Traumstrände, eine sattgrüne Hügellandschaft, leuchtend rote Erde - die Verbundenheit der Sierra-Leoner zu ihrem kleinen Land im Westen Afrikas ist groß, obwohl die Grausamkeiten des Bürgerkrieges tiefe Narben hinterlassen haben. Inzwischen mussten die Menschen auch noch Ebola und Covid-19 verkraften. Dass das Land noch zu den ärmsten der Welt gehört, trifft die Frauen besonders hart.
Doch es gibt Hoffnung. Die Zukunft Sierra Leones ist bunt, extravagant, nachhaltig und weiblich. In den Vierteln rund um Freetowns Wahrzeichen, den über 300 Jahre alten Cotton Tree, wächst seit einiger Zeit eine pulsierende Modeszene, in der Frauen aus traditionellen sierra-leonischen Stoffen neue Styles und Trends entwickeln. Das Ziel der Modemacherinnen: Die Welt soll Sierra Leone endlich in seiner ganzen Schönheit und Vielfalt wahrnehmen und Frauen sollen gleichzeitig ein unabhängigeres Leben führen können. Seit zweieinhalb Jahren bringt Mary-Ann Kaikai Frauen im Rahmen eines Ausbildungsprogramms Gara Tie Dye, die Herstellung von Batikstoffen, bei. Für die alleinerziehende Mutter Isatu Conteh, die aufgrund ihrer Schwangerschaft die Schule abbrechen musste, bedeutet Gara endlich Hoffnung auf ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben.
Die Filmemacher begleiten Frauen, die aus der Arbeit mit traditionellen Stoffen Mut und Zuversicht schöpfen. Eine lebensbejahende Dokumentation, die einen Einblick in die Lebenswelt von Frauen gewährt und die Schönheit ihrer Heimat zeigt, der sie sich trotz ihrer schwierigen Lebensumstände zutiefst verbunden fühlen.
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