42 - Die Antwort auf fast alles

Brauchen wir Wirtschaftswachstum? (Deutschland, 2022)

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Bhutan misst neben dem Bruttonationaleinkommen auch ein Bruttonationalglück mit neun Wohlstandskriterien wie zum Beispiel Gesundheit, Bildung und ökologische Diversität.


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Bhutan misst neben dem Bruttonationaleinkommen auch ein Bruttonationalglück mit neun Wohlstandskriterien wie zum Beispiel Gesundheit, Bildung und ökologische Diversität.


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Glück steigt mit steigenden Einkommen - bis zu einem bestimmten Punkt: Von da an macht mehr Geld nicht mehr glücklich.


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Ständiges Wirtschaftswachstum hat seinen Preis: An den Folgen von Umweltschäden sterben jedes Jahr acht Millionen Menschen - vor allem im Globalen Süden.


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Was wäre, wenn Lebewesen - wie die Wirtschaft - immer weiter wachsen würden?


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Wie könnte maßvolles Wirtschaften im Globalen Süden aussehen? Forschende sagen: sanfter Tourismus, ökologische Landwirtschaft, Produkte aus Heilpflanzen und lokale Energiegewinnung.

Übersicht

Wir Lebewesen hören irgendwann auf zu wachsen. Also wir Menschen, Tiere, Pflanzen. Bei unserer Wirtschaft ist das anders. Sie wächst und wächst und wächst. Doch damit wachsen auch unsere Kleiderschränke, Müllberge und die Menge an Gift in unseren Flüssen. Sechs von neun planetaren Grenzen haben wir bereits überschritten. Müssen wir also unsere Wirtschaft mal runterfahren? Oder brauchen wir vielmehr Wirtschaftswachstum?

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    Details

    Es ist seltsam: Wir leben im Widerspruch. Die meisten Regierungen der Welt versprechen Wohlstand durch Wirtschaftswachstum. Gleichzeitig führt Wachstum zu Klimakrise, Artensterben, Abholzung und acht Millionen Toten im Jahr wegen Umweltschäden. Die Schäden kamen schon kurz nach Beginn des Phänomens auf. Seit den 1950er Jahren wächst die Wirtschaft, seit den 1960ern wächst aber auch der Müll, Flüsse sind vergiftet, in Industriegebieten verstaubt die Sonne. 1972 veröffentlicht der Club of Rome die Studie „Die Grenzen des Wachstums“. „Wenn wir das Wachstum nicht mit eigenen Maßnahmen verlangsamen, wird die Natur das für uns tun“, erklärt Autor Dennis Meadows. Unser Fokus auf Wirtschaftswachstum, also ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, ignoriert die Kosten für Natur und Mensch. So stieg bei der Ölpest im Golf von Mexiko das Bruttoinlandsprodukt der USA wegen der Reinigungskosten, doch Mensch und Natur erlitten Schäden. Das Bruttoinlandsprodukt misst außerdem nur bezahlte Arbeit, keine unbezahlte wie Hausarbeit, Familienarbeit, Ehrenamt oder Selbstversorgung. Ob es uns gut geht, wir genug haben, alles gut teilen - darüber sagt das Bruttoinlandsprodukt nichts aus. Wie kommen wir aus dem Dilemma heraus? Unsere staatlichen Einnahmen hängen aktuell vom Wirtschaftswachstum ab. „Wenn das einbricht, sind Jobs gefährdet, Steuereinnahmen, Sozialversicherung“, erklärt Ökonomin Irmi Seidl, und grünes Wachstum ist laut Studien gescheitert, weil auch mit neuen Technologien der Ressourcenverbrauch steigt. Müssen wir also alles mal runterfahren - und geht das weltweit?

    Hinweis

    Online verfügbar von 18/12/2025 bis 29/04/2026

    Personen

    Regie:Julia Fritzsche

    Top-Spielfilm am 17.01.

    Spielfilm

    3sat 23:25: The Nightingale - Schrei nach Rache
    3sat
    23:25
    Eine britische Strafkolonie in Tasmanien 1825: Die Irin Clare verfolgt einen Offizier durch die Wildnis, um sich für die grausame Ermordung ihrer Familie zu rächen. Trotz seiner vordergründigen Rachegeschichte ist Jennifer Kents Spielfilm eine vielschichtige Studie aus weiblicher Perspektive über Unterdrückung und Missbrauch von Macht - sowie ihrer tragischen Folgen. Die Irin Clare lebt...
    The Nightingale - Schrei nach Rache

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