Rabbi Stephen Wise spricht vor dem Madison Square Garden in New York: Er und Leiter anderer jüdischer Organisationen bieten der Roosevelt-Regierung immer wieder ihren Rat an - doch ihre Empfehlungen werden meist abgelehnt oder ignoriert.
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Rabbi Stephen Wise spricht vor dem Madison Square Garden in New York: Er und Leiter anderer jüdischer Organisationen bieten der Roosevelt-Regierung immer wieder ihren Rat an - doch ihre Empfehlungen werden meist abgelehnt oder ignoriert.

Japanische Familien warten am 20. Mai 1942 am Bahnhof Woodland, Kalifornien, auf den Zug ins Internierungslager.

Im November 1942 erreicht die Botschaft über den Massenmord der Nazis an der jüdischen Bevölkerung in Europa die amerikanische Presse.

Aufstand im Warschauer Ghetto: Im Mai 1943 treiben Soldaten der deutschen Waffen-SS Jüdinnen und Juden zu einem Sammelplatz für die Deportation.
Übersicht
Erste Berichte über Morde, die von den Nationalsozialisten an Juden verübt werden, erreichen die USA. Präsident Franklin D. Roosevelt gründet das „War Refugee Board“, um Rettungsaktionen zu finanzieren und zu unterstützen. Bei ihrem Vormarsch entdecken die alliierten Soldaten Massengräber und befreien die Menschen aus den deutschen Konzentrationslagern. Nach und nach wird das Ausmaß des Holocaust sichtbar.
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Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor wächst in den USA die Furcht vor ausländischer Unterwanderung. In seiner Rede im Berliner Sportpalast am 30. Januar 1942 erklärt Adolf Hitler unmissverständlich, der Krieg werde „nur damit enden, dass entweder die arischen Völker ausgerottet werden oder dass das Judentum aus Europa verschwindet“. Schon bald bestätigen US-Medien erste Berichte über die Massenmorde der Nazis. Wenige Monate später schildern amerikanische Zeitungen den Beginn der Massenvernichtung der Juden in Europa.
US-amerikanische Juden und ihre Unterstützer fordern ein entschlossenes Eingreifen der USA, um den Völkermord zu stoppen. Doch Präsident Franklin D. Roosevelt und das Militär argumentieren, dass nur ein schneller Sieg über Nazideutschland den Holocaust beenden könne - und lehnen spezielle Rettungsmaßnahmen ab. Dennoch versuchen Aktivisten wie Rabbi Stephen Wise, Präsident des „American Jewish Congress“, und Peter Bergson, ein ehemaliger zionistischer Irgun-Mitstreiter aus Palästina, die Öffentlichkeit zu mobilisieren.
Mit Unterstützung des Drehbuchautors Ben Hecht organisiert Bergson im Madison Square Garden die Aufführung eines von Kurt Weill komponierten Musicals, das der mehr als vier Millionen bereits ermordeten Juden gedenkt. Prominente wie Edward G. Robinson, John Garfield und Paul Muni wirken mit. Erst im Januar 1944 reagiert die US-Regierung: Roosevelt gründet das „War Refugee Board“ - die von einer alliierten Regierung eingerichtete Behörde, die gezielt die Rettung verfolgter Juden in Europa koordiniert. Doch in Ungarn warten noch rund 800.000 Menschen auf Hilfe ...
Hinweis
Synchronfassung, Audiodeskription
Personen
| Regie: | Ken Burns, Lynn Novick, Sarah Botstein |
1 weiterer Sendetermin
Top-Spielfilm am 15.01.
Spielfilm
Nichts wird gut, was mit einer Lüge beginnt. Keine Liebe und kein Land. „Wahrheit ist das, was uns nützt“, sagt der Funktionär Silberstein zu Antonia Berger, als sie 1952 in die DDR kommt. Hinter Antonia liegen bittere Jahre in der Sowjetunion, zu Unrecht verurteilt. Aber das darf niemand wissen. Nichts soll den Aufbau einer neuen besseren Welt stören.1952 in der DDR: Die zu Unrecht...
Und der Zukunft zugewandt