Zu Beginn des Jahres 1939 musste der Vater (2.v.r.) von Susan Hilsenrath (re.) sich etwas einfallen lassen, um seine Kinder an einen sicheren Ort zu bringen. Dafür wurden sie von ihren Eltern getrennt.
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Zu Beginn des Jahres 1939 musste der Vater (2.v.r.) von Susan Hilsenrath (re.) sich etwas einfallen lassen, um seine Kinder an einen sicheren Ort zu bringen. Dafür wurden sie von ihren Eltern getrennt.

Mitglieder der nationalsozialistischen Sturmabteilung (SA)
Übersicht
Nach den Novemberpogromen versuchen Jüdinnen und Juden verzweifelt, Hitlers wachsender Macht zu entkommen. Die USA verurteilen die Gräueltaten der Nationalsozialisten. Als der Zweite Weltkrieg beginnt, ist Amerika allerdings uneins über die Frage, ob und wie gehandelt werden sollte. Charles Lindbergh wird zum Wortführer einer isolationistischen Politik, Franklin D. Roosevelt hingegen will die europäischen Demokratien unterstützen. Die Nazis überfallen die Sowjetunion - und der Holocaust beginnt im Verborgenen.
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Die Pogrome sorgen in den Vereinigten Staaten für großes Aufsehen, auch bei Gegnern der Einwanderung von Juden und sogar unter den Anhängern antisemitischer Bewegungen. Auf seiner wöchentlichen Pressekonferenz erklärt Präsident Roosevelt, er hätte „nie gedacht, dass sich solche Dinge in einer Zivilisation des 20. Jahrhunderts ereignen könnten.“ Als einziger Staatschef weltweit verfügt er die Abberufung seines Botschafters aus Berlin.
Obwohl er die Quoten des geltenden Einwanderungsgesetzes nicht ändern kann, erklärt Roosevelt, dass alle deutschen Juden, die mit einem Touristenvisum zu Besuch in den USA sind, im Land bleiben dürfen. In den folgenden Monaten wird das Leben für Juden in Deutschland unerträglich: Kindern wird der Besuch öffentlicher Schulen untersagt, Erwachsenen wird verboten, Auto zu fahren oder ein Fahrzeug zu besitzen, Parks, Kinos und Theater dürfen von Juden nicht mehr betreten werden, sie dürfen keine Unternehmen mehr leiten und keinen Handel mehr treiben.
Deutschland den Rücken zu kehren, bedeutet für sie allerdings meist ein Leben in Armut, denn Auswanderer dürfen gerade einmal zehn Reichsmark mitnehmen. Dennoch beantragt Ende 1938 die Hälfte der noch in Deutschland lebenden Juden ein Visum für die Vereinigten Staaten.
Hinweis
Synchronfassung, Audiodeskription
Personen
| Regie: | Ken Burns, Lynn Novick, Sarah Botstein |
1 weiterer Sendetermin
Top-Spielfilm am 15.01.
Spielfilm
Nichts wird gut, was mit einer Lüge beginnt. Keine Liebe und kein Land. „Wahrheit ist das, was uns nützt“, sagt der Funktionär Silberstein zu Antonia Berger, als sie 1952 in die DDR kommt. Hinter Antonia liegen bittere Jahre in der Sowjetunion, zu Unrecht verurteilt. Aber das darf niemand wissen. Nichts soll den Aufbau einer neuen besseren Welt stören.1952 in der DDR: Die zu Unrecht...
Und der Zukunft zugewandt