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Kein Schweigen mehr über Endometriose

Reportagereihe
  • 20231207194000
VPS 00:00

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Mit 14 musste Theresia Crone zum ersten Mal wegen extremer Unterleibsschmerzen ins Krankenhaus. Die Schmerzen kamen immer wieder, denn sie hat Endometriose. Während ihres Abiturs musste sie starke Medikamente nehmen. Die Schmerzen seien normal, sagte ihre Gynäkologin, Theresia solle sich nicht so anstellen. Erst Jahre später bekommt sie die Diagnose. Jetzt kämpft sie für mehr Aufklärung und Anerkennung. Auch Priscilla Herbil fühlt sich nicht ernst genommen. 20 Jahre lang war für sie die Periode immer mit Medikamenten verbunden. Schätzungen zufolge ist jede Zehnte in Europa betroffen.

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    Bis zur Diagnose vergehen im Schnitt sieben Jahre - für die Betroffenen eine enorme Leidenszeit. Sie haben extreme Schmerzen während der Periode, aber auch unabhängig vom Zyklus, teilweise im gesamten Körper. Hinzu kommen oft starke Menstruationsblutungen, Darmbeschwerden, Erschöpfung, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, manchmal ein unerfüllter Kinderwunsch. Auslöser der Schmerzen sind gebärmutterähnliche Zellen, die sich außerhalb der Gebärmutter ansiedeln, zum Beispiel an Eierstöcken, Darm oder Bauchfell.Priscilla will sich trotz Endometriose nicht in ihrem Leben einschränken lassen. Die Reportage begleitet sie auf ihrem Weg, Symptom für Symptom anzugehen, sie versucht es mit Ernährung, Physiotherapie und Massage. Denn eine Operation möchte sie unbedingt vermeiden.Theresia bringt das Thema mit ihrer Initiative „EndEndoSilence“ in die Politik. Nach dem Vorbild Frankreichs fordert sie eine Nationale Endometriose Strategie für Deutschland - und mehr Forschungsgelder. Denn welche Ursachen die Krankheit hat, ist bislang ungeklärt.

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    Nah dran, authentisch, echt - der Mensch im Mittelpunkt. In 30 Minuten taucht Re: in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar. Von montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.
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