Übersicht
Der französische Jude Ariel stellt sich in den Dienst des israelischen Geheimdiensts Mossad. Sein erster Auftrag: Er wird nach Paris geschickt, um einen Atomwissenschaftler als Informanten zu gewinnen. Die Mission schlägt fehl. Zurück in Israel wird Ariel in eine Affäre mit dem US-amerikanischen Geheimdienst verstrickt.
Themen
Details
Paris und Tel-Aviv im Jahr 1987: Der 18-jährige Pariser Jude Ariel Brenner verlässt seine Eltern und seine Schwester, um sich in den Dienst des berühmt-berüchtigten israelischen Geheimdiensts Mossad zu stellen. Nach einer knallharten Ausbildung führt ihn seine erste Mission gleich zurück in die französische Metropole. Dort soll er sich von einem Atomphysiker die Bombenpläne eines israelfeindlichen Landes beschaffen.Obwohl ihm die Arbeitsweise seines Vorgesetzten Yossi missfällt, muss Ariel sich zusehends dessen kompromissloser Manipulationsmethoden bedienen, um sein Ziel zu erreichen. Doch das fällt ihm schwer und er verliert die Kontrolle über die sich zuspitzende Situation, woran die Gefühle für seine Kollegin Marie-Claude nicht unschuldig sind. Die Mission endet in einem Desaster.Zurück in Israel wird Ariels anfänglicher Enthusiasmus erneut auf die Probe gestellt: Sein zweiter Auftrag bringt ihn mit einem eifrigen Idealisten zusammen, dem US-amerikanischen Agenten Pelman, dessen Informationen von äußerster Wichtigkeit für den israelischen Geheimdienst sind. Während der Zusammenarbeit mit Pelman muss Ariel erkennen, dass der Skrupellosigkeit der Spione keine Grenzen gesetzt sind. Der Preis, den er zu zahlen hat, ist hoch.
Hinweis
Spionage-Thriller sind die Leidenschaft von Regisseur Eric Rochant, wie bei „Die Möbius-Affäre“ (2013), mit dem er nach Jahren der Arbeit fürs TV wieder zum Kino zurückkehrte. In seinem frühen, dritten Spielfilm „Staatsauftrag: Mord“ (1994) setzt er wie bei den beiden Vorgängern „Eine Welt ohne Mitleid“ (1989) und „Entführung aus Liebe“ (1991) ganz auf die Schauspielkunst von Yvan Attal. Der verkörpert den Mossad-Agenten Ariel, der angesichts korrupter Machenschaften der Geheimdienste seine Loyalität auf die Probe gestellt sieht. Rochant verzichtet auf Genrecodes wie Verfolgungsjagden und Explosionen; damit gewinnt der Film Subtilität und Tiefe - und das Publikum einen wahrhaftig anmutenden Eindruck von nachrichtendienstlicher Tätigkeit.