Der kleine Nick (Le petit Nicolas)

Frankreich, 2009
Kinderfilm
  • Stereo
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20230618071000
VPS 00:00

Übersicht

Der kleine Nick hat ein großes Problem, denn alle Anzeichen deuten darauf hin, dass er sein Kinderzimmer bald mit einem Brüderchen teilen muss. Was wird dann wohl aus ihm? Nick fürchtet, dass die Eltern dann keine Zeit mehr haben und ihn im Wald aussetzen. Schulkameraden raten ihm, einen Profi zu engagieren, der den Nebenbuhler beseitigt. Woher soll der Lausejunge aber die 500 Francs nehmen, die der Gauner fordert?

Themen

    Details

    Zum Aufsatzthema „Was möchte ich später einmal werden?“ fällt dem fantasievollen Grundschüler Nick ausnahmsweise nichts ein. Er ist wunschlos glücklich mit seinem Leben, die Eltern lieben ihn, und mit Freunden heckt er jede Menge Streiche aus. Deshalb soll alles bleiben, wie es ist. Durch den Hinweis seines Schulkameraden Joachim , der einen kleinen Bruder bekommt und deshalb befürchtet, künftig in seiner Familie nicht mehr die erste Geige zu spielen, sieht auch Nick seine heile Welt bedroht. Plötzlich turteln auch seine Eltern verliebt miteinander, und der Vater bringt sogar den Müll vor die Tür: In all dem erkennt Nick jene unheilvollen Vorzeichen, die Joachim beschrieb. Offenbar bekommt auch Nick ein Brüderchen und wird von den Eltern im Wald ausgesetzt wie im Märchen vom kleinen Däumling. Seine Freunde raten ihm zum Kidnapping des künftigen Rivalen. Während die Clique durch den Verkauf eines selbst gebrauten Zaubertranks 500 Francs ergaunert, mit denen ein „Gangster“ engagiert werden soll, plagen auch die Erwachsenen Sorgen. Nicks Papa will seinen Chef (Daniel Prévost) nebst Gattin einladen, um seine Beförderung voranzubringen, worauf Mama (Valérie Lemercier) sich über ein standesgemäßes Diner den Kopf zerbricht. Als dann noch die nette Lehrerin erkrankt und durch einen gestrengen Drachen ersetzt wird, herrscht der Ausnahmezustand.

    Hinweis

    Laurent Tirards liebenswerte Verfilmung des Kultbuchs von Sempé und „Asterix“-Erfinder Goscinny lässt den Charme der 1950er Jahre wieder aufleben. Bis in die Nebenrollen mit französischen Stars besetzt, überzeugt die subtile Komödie vor allem durch ihre hellwachen Kinderdarsteller. Die kongeniale Adaption des Kinderbuchklassikers von Zeichner Sempé und Texter Goscinny lockte allein in Frankreich über fünf Millionen Zuschauer in die Kinos. Mit subtilem Humor erweckt der durch seine „Moliére“-Verfilmung bekannte Laurent Tirard die bonbonfarbenen Kulissen der Wirtschaftswunderzeit zum Leben. Gelungen ist die Übernahme der entlarvenden kindlichen Sicht auf die widersprüchliche Welt der Erwachsenen, in der Lehrer Strafarbeiten aufgeben und gleich selbst schreiben. Die Charaktere der lebhaften Jungen wirken so, als seien sie direkt aus Sempés liebevollen Strichzeichnungen gestiegen. Kad Merad, seit „Willkommen bei den Sch‘tis“ einer der größten französischen Stars, spielt den geplagten Vater inmitten eines überzeugenden Ensembles, zu dem Valérie Lemercier als Mama und die grazile Sandrine Kiberlain als Lehrerin zählen. In einem wundervollen Cameo-Auftritt dirigiert Gérard Jugnot, der Gesangslehrer aus „Die Kinder des Monsieur Mathieu“, den Schulchor mit den Knaben, die diesmal aber grauenhaft danebensingen.

    Personen

    Schauspieler:
    Rolle
    Nick
    Nicks Mutter
    Nicks Vater
    Die Lehrerin
    Hühnerbrüh
    Der Direktor
    Herr Maßbaum
    Otto
    Georg
    Chlodwig
    Frau Maßbaum
    Regie:Laurent Tirard
    Drehbuch:Laurent Tirard, Grégoire Vigneron
    Kamera:Denis Rouden
    Musik:Klaus Badelt
    TVinfo
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