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Drei russische Journalisten werden getötet, als sie in der Zentralafrikanischen Republik über die Wagner-Gruppe recherchieren. Russische Oppositionsangehörige im Exil und UNO-Experten wollen den Dreifachmord aufklären. Sie finden heraus, dass die Wagner-Gruppe schon lange in Zentralafrika tätig ist - und dass Jewgeni Prigoschin dank ihr zu Vermögen kam.
Die geheime russische Einflussnahme in Afrika kam just dann ans Licht, als die paramilitärische Organisation begann, in der Ukraine an der Seite der russischen Armee zu kämpfen.
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Der zweite Teil beleuchtet ein anderes Verbrechen: Im Sommer 2018 werden an einer Landstraße in der Zentralafrikanischen Republik die Leichen von drei russischen Journalisten gefunden. Kirill Radtschenko, Alexander Rastorgujew und Orchan Dschemal recherchierten über die Wagner-Gruppe und deren Verstrickung in den dortigen Gold- und Diamantabbau. Sie starben zwei Tage nach ihrer Ankunft in der in der Hauptstadt Bangui - in einem Raubüberfall, so die offizielle Version der beiden Regierungen.
In Moskau sind der Vater und der Bruder von Kirill Radtschenko davon überzeugt, dass die Arbeit der Journalisten den Machthabern beider Länder ein Dorn im Auge war und die drei Männer deswegen getötet wurden. Russische Oppositionelle im Exil und UNO-Experten versuchen sich mit den Familien der Opfer an der Aufklärung des Verbrechens.
Eine russische Bürgerermittlerin, die Gelder von dem russischen Geschäftsmann und Oppositionellen Michail Chodorkowski erhält, legt in dieser Dokumentation erstmals die Elemente dar, die auf eine Verwicklung der Wagner-Gruppe in den dreifachen Mord hindeuten.
Die Folge erläutert außerdem die Strategie von Jewgeni Prigoschin in Zentralafrika und zeigt, inwiefern sich die russische Regierung der Wagner-Gruppe bediente, um die afrikanischen Machthaber zu beeinflussen. Außerdem wird deutlich, wie Prigoschin nach seinem Bekenntnis zur Gründung der paramilitärischen Organisation zum Symbol für die Radikalisierung des russischen Regimes im Ukrainekrieg wurde und warum Wladimir Putin auf die Unterstützung der Wagner-Gruppe nicht mehr verzichten kann.
Hinweis
Synchronfassung, Online verfügbar von 30/05 bis 10/12
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