Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?

Deutschland / Schweiz, 2018
Komödie
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20230413234500
VPS 00:00

Übersicht

Kann nach 38 Jahren, vier Monaten und elf Tagen noch Liebe existieren? So lange sind Charlotte und Paul schon verheiratet - ihre Ehe ist zu einem starren Korsett geworden. Charlotte leidet an Demenz, behält das aber für sich. Dafür lässt sie den völlig verdutzten Paul eines Tages einfach an einer Autobahnraststätte zurück und nimmt mit ihrer aufgeweckten Enkelin Jo als blinde Passagierin Reißaus.

Themen

    Details

    „Was wäre, wenn wir auf einmal immer das Gegenteil von dem tun würden, was wir immer tun?“ - Charlotte wartet immer ungeduldiger darauf, dass das gemeinsame Leben mit ihrem kürzlich pensionierten Ehemann Paul endlich losgeht. Die beiden sind seit über 38 Jahren verheiratet und ihre Ehe besteht fast nur noch aus Routine und Missverständnissen. Doch in letzter Zeit vergisst Charlotte mehr als sie erlebt. Also lässt sie sich auf Demenz testen. Aber das behält sie lieber für sich. Paul hätte ihr sowieso nicht zugehört, da er viel zu beschäftigt damit ist, seiner jetzt hinzugewonnenen Freizeit eine neue Struktur zu geben. Auch von ihrer chaotischen Tochter Alex ist Charlotte genervt. Die Fahrlehrerin ist von ihrer neunmalklugen und frechen Tochter Jo mehr als überfordert und bekommt ihr Leben nicht in den Griff. An Jos Geburtstag eskaliert die Situation: Charlotte will einen Familienkurzurlaub am Meer machen, der von Alex und Paul jedoch vehement abgelehnt wird. Da hat sie endgültig genug. Sie will ans Meer - und so lässt sie ihren überrumpelten Ehemann einfach an der Autobahnraststätte zurück und nimmt Reißaus. Doch zu Charlottes Überraschung ist sie nicht allein unterwegs. Sie hat eine blinde Passagierin an Bord: ihre Enkelin Jo. Das Fiasko nimmt seinen Lauf, als Alex bei einer Polizeikontrolle wegen Alkohol am Steuer aus dem Verkehr gezogen wird. Damit ist sie nicht nur ihren Führerschein, sondern auch ihren Job los. Auch Paul steckt fest - auf der Raststätte. Bis Truckerin Marion, die ihre Fahrerkabine mit Fotos von Wolken dekoriert hat, ihn und Alex einsammelt. Gemeinsam reist das ungleiche Dreiergespann Charlotte und Jo hinterher. Auf einer einsamen Ostsee-Insel treffen alle in der äußerst ungewöhnlichen Pension Hörster wieder aufeinander. Abseits von zu Hause und ihrem Alltag begreifen Paul und Charlotte, dass sie einiges ändern müssen, wenn sie ihre Liebe neu erfinden wollen.

    Hinweis

    Das Spielfilmdebüt von Kerstin Polte verzaubert mit ungewöhnlichen Bildern sowie dem wunderbaren Ensemble um Corinna Harfouch und Meret Becker. Die Regisseurin wurde für ihre Arbeit an „Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?“ 2019 mit dem Regienachwuchspreis beim Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Für den Original-Soundtrack konnte Hannes Gwisdek alias Shaban und sein Bruder Robert Gwisdek alias Käptn Peng gewonnen werden. Ihre Lieder spiegeln die magische und fantastische Atmosphäre des Films wider. „Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?“ ist der zweite Film der diesjährigen Frühjahrsstaffel von „Debüt im rbb“. Bis Ende April folgen jeden Donnerstagabend die Spielfilme „Marija“ von Michael Koch (20.04.23) und „Die Vergesslichkeit der Eichhörnchen“ von Nadine Heinze und Marc Dietschreit (27.04.23).Foto

    Personen

    Schauspieler:
    Rolle
    Charlotte
    Alex
    Paul
    Marion
    Hörster
    Jo
    Regie:Kerstin Polte
    Drehbuch:Kerstin Polte
    Kamera:Anina Gmuer
    Musik:Hannes Gwisdek, Meret Becker
    TVinfo
    X