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Alfred Hitchcocks schwärzestes Märchen: Eine junge, schüchterne Amerikanerin lernt in Monte Carlo den melancholischen Maxim de Winter kennen. Der adelige Witwer macht ihr einen Heiratsantrag, den sie freudig annimmt. Doch als die beiden auf de Winters Landgut Manderley ziehen, ist seine verstorbene erste Frau Rebecca allgegenwärtig.
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In Monte Carlo lernt eine schüchterne Amerikanerin den Witwer Maxim de Winter kennen. Die beiden verlieben sich ineinander und heiraten spontan. Der britische Adelige zieht mit seiner jungen Ehefrau auf den Familiensitz Manderley an der rauen Küste Cornwalls. Hier führt die Haushälterin Mrs. Danvers das Regiment. Sie lässt die neue Ehefrau deutlich spüren, dass sie in ihren Augen niemals an ihre Vorgängerin, die verstorbene Rebecca de Winter, heranreichen wird. Maxim dagegen verweigert jedes Gespräch über seine erste Frau. Doch Rebeccas Geist scheint im Haus stets präsent zu sein. Als in einer stürmischen Nacht das Wrack einer Jacht gefunden wird, fördert dies auch schockierende Neuigkeiten über Rebeccas Ableben zutage. Denn auf Manderley ist nichts, wie es scheint ...
Hinweis
Das psychologisch ausgeklügelte Frühwerk Hitchcocks gewann zwei Oscars. Es basiert auf dem gleichnamigen Roman von Daphne du Maurier.
Hitchcocks erster Hollywoodfilm basiert auf dem gleichnamigen Buch von Daphne du Maurier. Die schon dort vorhandenen Motive - ein verwunschenes Traumschloss, eine „Cinderella“, deren Name im gesamten Film ungenannt bleibt, und eine hinterhältige Haushälterin, die wie eine böse Schwiegermutter das Sagen im Haus hat - nutzte Hitchcock, um ein filmisches Märchen im Stil der schwarzen Romantik zu schaffen. Über die wahren Umstände von Rebeccas Tod rätselten selbst Hitchcock-Kenner wie François Truffaut, zumal Film und Romanvorlage hier deutlich voneinander abweichen.
„Rebecca“ brachte Hitchcock 1941 die erste seiner insgesamt fünf Oscarnominierungen ein. Mit dem Academy Award ausgezeichnet wurden schließlich Produzent David O. Selznick und der Kameramann George Barnes. 1951 eröffnete „Rebecca“ die allererste Berlinale. Auch außerhalb des Filmgeschäfts war „Rebecca“ einflussreich: Für die zeitlos-klassische Strickjacke, wie sie Joan Fontaine am Strand trägt, hat sich im Spanischen das Wort „la rebeca“ eingebürgert. Und auch die Psychologie kennt ein „Rebecca-Syndrom“, das auftritt, wenn Ehefrauen im Schatten ihrer Vorgängerinnen stehen.Produktion: Selznick International Pictures
Personen
Schauspieler: Rolle | Mrs. de Winter Maxim de Winter Jack Favell Mrs. Danvers Frank Crawley Mrs. Van Hopper Major Giles Lacy Colonel Julyan Dr. Baker |
| Regie: | Alfred Hitchcock |
| Drehbuch: | Joan Harrison, Robert E. Sherwood |
| Kamera: | George Barnes |
| Musik: | Franz Waxman |