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England, 1872: Isabel Archer, eine junge Amerikanerin, erbt ein Vermögen und lässt sich auf eine Beziehung mit einem Hochstapler ein. Seine wahre Natur verwandelt ihr Leben in einen Albtraum.
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Ende des 19. Jahrhunderts wird die junge Amerikanerin Isabel Archer nach dem Tod ihrer Eltern nach Europa geschickt. Dort soll sie ihre Verwandtschaft besuchen. Sie sucht aber auch das Abenteuer, will ihre Freiheit genießen und sich selbst finden. Diese Einstellung ist ihr Umfeld im England des späten 19. Jahrhunderts nicht gewohnt, da zu dieser Zeit Anstand und Manieren Vorrang haben. Doch Isabel will sich gegen die Verhältnisse der damaligen Zeit und die geringen Entfaltungsmöglichkeiten der Frauen auflehnen: Sie weist Annäherungsversuche und Heiratsanträge taktvoll zurück.
Weder Caspar Goodwood, ein Industrieller und ebenfalls Amerikaner, der ihr nach England nachgereist ist, noch der wohlhabende Lord Warburton sind in ihrem Buhlen erfolgreich. In England wird ihr Cousin, Ralph Touchett, zu einer Art Seelenverwandter für sie. Der unheilbar kranke Ralph liebt sie heimlich und überlässt ihr sein Erbe.
Dadurch kommt die junge Amerikanerin zu einem beachtlichen Vermögen, als Ralphs Vater seiner Tuberkulose erliegt. Es erlaubt Isabel, ein unabhängiges Leben zu führen, wenngleich es viele Neider anzieht. Als reiche Erbin bereist Isabel Europa und lernt dabei Serena Merle kennen, eine Kupplerin, die sie in die Arme von Gilbert Osmond drängt, den sie schließlich heiratet.
Doch schon bald fühlt sich Isabel nicht mehr richtig von ihm geliebt, und auch seine Faulheit stört sie. Sie vermutet hinter der Hochzeit eine Intrige, bei der es darum geht, an ihr Geld zu kommen ...
Hinweis
„Portrait of a Lady“ von Jane Campion mit Nicole Kidman in der Hauptrolle ist eine großartige Romanverfilmung nach Henry James: intelligent, sensibel, reich an psychologischen und soziologischen Feinheiten.
Ein faszinierendes Porträt nicht nur einer Lady, sondern auch der Gesellschaft und der Ehe, die sie einfangen und dann zu zerstören versuchen.
Als erste Frau in der Filmgeschichte erhielt die neuseeländische Filmemacherin Jane Campion bei den Filmfestspielen in Cannes 1993 die Goldene Palme. Ihr umjubeltes und dreifach oscarprämiertes Meisterwerk „Das Piano“ (1993) war in aller Munde und trat auch in deutschen Kinos einen Siegeszug an. Zuvor sorgte bereits ihr zweiter langer Spielfilm „Ein Engel an meiner Tafel“ (1990) für Furore. Bei den 69. Academy Awards 1997 erhielt „Portrait of a Lady“ zwei Oscarnominierungen in den Kategorien Beste Nebendarstellerin und Bestes Kostümbild. Die Handlung basiert auf dem Roman „The Portrait of a Lady“ von Henry James aus dem Jahr 1881.Synchronfassung, Produktion: PolyGram Film Productions, Propaganda Films, Focus Features
Personen
Schauspieler: Rolle | Isabel Archer Gilbert Osmond Serena Merle Henrietta Stackpole Ralph Touchett Mrs. Touchett Lord Warburton Gräfin Gemini Edward Rosier Caspar Goodwood |
| Regie: | Jane Campion |
| Drehbuch: | Laura Jones |
| Kamera: | Stuart Dryburgh |
| Musik: | Wojciech Kilar |