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Die Tage in den Gängen des Großmarkts sind monoton und lang. Doch der graue Alltag des 27-jährigen Christian an seiner neuen Arbeitsstelle wird immer wieder durch seine Kollegin Marion von den Süßwaren erhellt. Der Kaffeeautomat wird ihr Treffpunkt, allerdings ist Marion verheiratet.
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Liebe und Tod auf dem Großmarkt: Nachdem der 27-jährige Christian den Job auf dem Bau wegen einer Unbeherrschtheit verloren hat, fängt er in einem Großmarkt bei der Warenverräumung an. Christian taucht in eine ihm unbekannte Welt ein: die langen Gänge, das Gewusel um die Kassen, die Gabelstapler. Bruno weist ihn in die Arbeit ein, unterrichtet ihn im Staplerfahren, wird ein väterlicher Freund. In den Gängen trifft Christian auf die Kollegin bei den Süßwaren, die 39-jährige Marion. Der Kaffeeautomat wird ihr Treffpunkt, sie kommen sich näher. Bald ist Christian anerkanntes Mitglied der Großmarktfamilie. Er besteht die Staplerprüfung. Und er hat sich längst in die geheimnisvolle Marion verguckt, der ganze Großmarkt fiebert mit. Aber sie bleiben vorsichtig im Umgang miteinander, denn die Süßwaren-Marion ist verheiratet. Beim Weihnachtsfest, Heiligabend auf der Laderampe, scheinen Christians Avancen endlich belohnt zu werden: Sie halten Händchen. Doch bald darauf kommt Marion nicht mehr zum Dienst, und Christian ist verzweifelt. Es ist schließlich Bruno, der ihm verrät, dass die Marion krankgeschrieben ist. Und dass der Grund, warum Marion erst mal nicht wiederkommt, ihr Mann sei, denn der sei ein Arschloch. Christian hält die Ungewissheit nicht mehr aus. Er fährt zu Marion, verschafft sich Zugang zur Wohnung und versucht Marions Geheimnis zu lüften. Aber da ist nichts. Er fällt in ein tiefes Loch, kommt verspätet zum Dienst. Dann taucht Marion im Großmarkt auf, als wäre sie nie weg gewesen. Im Tiefkühllager, dick eingepackt wie Eskimos, kommen sich die beiden so nah wie nie zuvor. Aber das Glück ist nur von kurzer Dauer.
Hinweis
Der nach „Herbert“ (2015) zweite abendfüllende Spielfilm des Autors und Regisseurs Thomas Stuber feierte 2018 im Rahmen der 68. Berlinale seine Uraufführung und gewann den Gilde Filmpreis sowie den Preis der Ökumenischen Jury. Im gleichen Jahr erhielt Franz Rogowski beim Deutschen Filmpreis die Auszeichnung für den besten männlichen Hauptdarsteller.
Mit Thomas Strubers „In den Gängen“ startet die diesjährige Spielfilmreihe zur 73. Berlinale im rbb Fernsehen. An den kommenden Tagen folgen Highlights der vergangen Festspieljahre aus ganz unterschiedlichen Berlinale Sektionen. Weiter geht es mit „Mr. Holmes“ (GB 2015) von Bill Condon mit Ian McKellen und Laura Linney am 18.02.23. Es folgt der „Der rosarote Panther 2“ (USA 2009) von Harald Zwart mit Steve Martin und Jean Reno am 23.02.23. Am gleichen Abend wird Julian Pörksens „Whatever Happens Next“ (D/PL 2018) mit Sebastian Rudolph, Lilith Stangenberg ausgestrahlt. Den Abschluss der Reihe bildet schließlich François Ozons „8 Frauen“ (F 2002) am 25.02.23 mit Danielle Darrieux, Catherine Deneuve und Isabelle Huppert in den Hauptrollen.Foto, Audiodeskription
Personen
Schauspieler: Rolle | Christian Marion Bruno Rudi Paletten-Klaus Pförtnerin |
| Regie: | Thomas Stuber |
| Drehbuch: | Clemens Meyer, Thomas Stuber |
| Kamera: | Peter Matjasko |