Gallipoli

Australien, 1981
Antikriegsfilm
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20230212201500
VPS 00:00

Übersicht

Zwei gänzlich unterschiedliche australische 100-Meter-Läufer werden zunächst Konkurrenten und dann Freunde. Während der eine sich 1915 von der Kriegsbegeisterung anstecken lässt und sich zur Kavallerie verpflichtet, landet der andere notgedrungen bei der Infanterie. Gemeinsam ziehen sie in eine der blutigsten Schlachten des Ersten Weltkriegs - in den mörderischen Stellungskrieg auf der Gallipoli-Halbinsel.

Themen

    Details

    Archy Hamilton lebt im australischen Outback und wird von seinem Onkel für die kommende Olympiade trainiert. Doch seine Erfolge als Sprinter genügen ihm nicht. Er glaubt, sich dem Militär anschließen und in den Krieg ziehen zu müssen, der im fernen Europa begonnen hat und einmal als der Erste Weltkrieg in die Geschichte eingehen wird. Der Athlet und Herumtreiber Frank Dunne ist aus anderem Holz geschnitzt. Er teilt nicht die Ideale seines Konkurrenten auf der 100-Meter-Bahn, sondern ahnt, dass die Australier in diesem Krieg wenig zu gewinnen haben. Doch weil er ständig pleite ist und hofft, als Offizier zu Ruhm und Geld zu kommen, lässt auch er sich rekrutieren. Nach einer ebenso absurden wie kurzweiligen Ausbildung in Ägypten werden die australischen Regimenter zu ihrem ersten Einsatz gegen die Türken auf die Dardanellen geschickt. Sie kämpfen in einem Grabenkrieg zwischen Strand und baumlosen Hügeln - der mörderischen Schlacht von Gallipoli.

    Hinweis

    Der Schlacht von Gallipoli kommt in Australien ein besonderer politischer Status zu. Nachdem die Nation sich erst kurz zuvor konstituiert und von Großbritannien emanzipiert hatte, führte ihr der überproportionale Blutzoll in diesem Kampf brutal vor Augen, dass dem Mutterland England im Zweifel die eigenen Söhne wichtiger waren als die Soldaten aus dem fernen Australien. Diesem „Gründungsmythos“ widmet Peter Weir ein ambitioniertes Epos, für das er die größten Namen des australischen Films versammelte: neben ihm selbst Hauptdarsteller Mel Gibson und Kameramann Russel Boyd, die beide ebenfalls in Hollywood Karriere machen sollten. Dem Film fehlt auf wohltuende Weise jeder Heroismus. In langen Bögen erzählt er zunächst von den beiden Hauptprotagonisten: ihren Milieus, ihren Träumen, ihrer Freundschaft vor dem Hintergrund der endlosen Weite und Offenheit des australischen Hinterlandes. Dann verengt sich mit dem Ausbildungslager in Ägypten die Perspektive, um in den mit Leichen übersäten Schützengräben zu enden. Der überraschend andere Blick auf den Ersten Weltkrieg, das erzählerische Geschick von Peter Weir und die großartigen Bilder und Darsteller machen den Film unverändert sehenswert.Synchronfassung, Audiodeskription, Produktion: Australian Film Commission, R & R Films

    Personen

    Schauspieler:
    Rolle
    Archy Hamilton
    Frank Dunne
    Billy
    Barney
    Snowy
    Major Barton
    Jack
    Regie:Peter Weir
    Drehbuch:David Williamson
    Kamera:Russell Boyd
    Musik:Brian May
    TVinfo
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