Ostrov - Die verlorene Insel

Schweiz, 2021
Dokumentarfilm
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • HDTV
  • 20230206223000
VPS 00:00

Themen

    Details

    Verloren im Kaspischen Meer leben auf der Insel Ostrov Menschen, die seit dem Zerfall der Sowjetunion sich selbst überlassen sind. Auf der Insel gibt es seitdem weder Gas noch Strom. Nach der Auflösung der UdSSR wurde die ehemals gut funktionierende kollektive Fischerei verboten. Es gibt auf Ostrov weder legale Arbeitsplätze noch Ärzte. Der Film beleuchtet den Einfluss der aggressiven Propaganda in Russland auf die Bevölkerung. Für Iwan, Fischer in dritter Generation, gibt es nur eine Art, für seine Familie aufzukommen: den illegalen Fischfang. Er hat keine Wahl - entweder er fischt, oder er verhungert. Manchmal schaltet Iwan den Generator ein und sieht sich Propaganda im staatlichen Fernsehen an. Sie zeigt einen aggressiven Westen, der seine moralischen Werte verloren hat. Iwan glaubt an Putin und die Großmacht Russland. Sein Stolz auf sein Heimatland entschädigt ihn für das Elend des Alltags. Die älteren Bewohnenden der Insel nicken beeindruckt, während die Söhne mit verhärteter Mine die Stube verlassen.

    Hinweis

    Die Dokumentation von Svetlana Rodina und Laurent Stoop wurde bereits bei vielen internationalen Filmfestivals ausgezeichnet. In der Schweiz erhielt der Film den Schweizer Filmpreis 2022 als bester Dokumentarfilm. Redaktionshinweis: Am 24. Februar 2022 begann der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Im Vorfeld des ersten Jahrestages beleuchtet 3sat mit dem Dokumentarfilm „Ostrov - Die verlorene Insel“ den Einfluss der aggressiven russischen Propaganda auf die Bevölkerung. Außerdem befassen sich am Samstag, 11. Februar, sowie am Samstag, 18. Februar, jeweils um 19.20 Uhr, zwei Kulturdokumentationen in 3sat mit den Auswirkungen des Krieges auf die kulturelle Identität der Ukraine.

    Personen

    von:Svetlana Rodina, Laurent Stoop
    TVinfo
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