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Kambodscha - ein Land mit traumatischer Geschichte. 30 Jahre Bürgerkrieg haben tiefe Wunden hinterlassen. Schönheit orientiert sich in Kambodscha an den Apsaras, himmlische Tänzerinnen der Khmer-Kultur.
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Noch heute leidet Kambodscha unter den Folgen von 30 Jahren Bürgerkrieg und den während der Herrschaft von Pol Pot verübten Verbrechen. Massenmord, Verschleppung und Folter - kaum eine Familie, die keine Opfer zu beklagen hätte. Besonders lastet das Trauma auf den Frauen. Normalität leben, den Schmerz unterdrücken, schön sein wie eine Apsara, eine der himmlischen Nymphen, die die Khmer-Tempel schmücken, so könnte man die Erwartungen, die das Land an seine weibliche Bevölkerung richtet, auf einen Nenner bringen.
Filmemacher Pierre Combroux hat sich in Phnom Phen mit Frauen unterschiedlichster Herkunft getroffen und mit ihnen über „Weiblichkeit“ und „Schönheit“ gesprochen. Themen, die unter den Roten Khmer als dekadente Produkte des Klassenfeindes galten und gefährlich waren. Sogar der klassische Apsara-Tanz war verboten, die Tänzerinnen und Musiker des königlichen Balletts wurden in Arbeitslager gesteckt und fast alle ermordet. Dass alte Choreographien noch erhalten sind, ist allein der überlebenden Tänzerin Vong Metry zu verdanken. Die Frauen und Mädchen, die sich in Pierre Combroux‘ Film äußern, zeigen ein Land im Umbruch. Ein Land, dessen Bevölkerung im Durchschnitt 22 Jahre alt ist und das sich, um sein Trauma zu überwinden, neu definieren muss. Dabei sind es vor allem die Frauen, die mit tradierten Rollen brechen, um den Weg in eine bessere Zukunft zu bahnen.
Hinweis
Personen
| Regie: | Pierre Combroux |
| Drehbuch: | Pierre Combroux |