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Hué in Zentralvietnam liegt reizvoll zwischen Hügeln und Reisfeldern an einer Biegung des Parfümflusses. Eine elf Kilometer lange Mauer umgibt die quadratische Zitadellenstadt.
Darin liegt die nochmal von Mauern umschlossene „Kaiserstadt“, die wiederum die dem Kaiser vorbehaltene „Verbotene Purpurne Stadt“ umschließt. Hué wurde in den Indochinakriegen schwer beschädigt.
Bis heute liegt eine gewisse Entrücktheit, eine von Poesie und Melancholie geprägte Stimmung über der Stadt. Vielleicht, weil einst die Kaiser den schönen Künsten, vor allem der Poesie, zugetan waren und sie förderten. Zugleich ist Hué ein sehr spiritueller Ort. Dort schlägt das buddhistische Herz Vietnams, in 300 Tempeln und Pagoden.
43 Jahre lang regierten dort die 13 Kaiser der Nguyen-Dynastie mit einem feudalen Hofstaat chinesischer Prägung - erst in glanzvoller Pracht, dann kamen die Dekadenz und die Unterwerfung unter die Kolonialmacht Frankreich. Die letzte Herrscherdynastie Vietnams endete 1945, der letzte Kaiser übergab die Macht an Ho Chi Minh.
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