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Im kalten Nordosten Chinas, an der Grenze zu Russland und Nordkorea liegt einer der artenreichsten Wälder der Erde. Die Region ist unter anderem Zufluchtsort für vom Aussterben bedrohte Großkatzen, wie dem majestätischem Amur-Tiger und ebenso dem Amur-Leopard. In den ausgedehnten Wäldern befindet sich das weltweit größte Schutzgebiet für diese Großkatzen: Der Nationalpark für Nordostchinesische Tiger und Leoparden. Dieser Park konnte erheblich zur bemerkenswerten Erholung der gefährdeten Tierarten beitragen. Allein im Schutzgebiet ist die Population der Amur-Tiger inzwischen auf etwa sechzig Tiere angewachsen.
Den Amur-Tiger, den König des Waldes, in freier Wildbahn zu filmen gelingt nur sehr selten. Das Filmteam hat es geschafft. Wir begleiten den majestätischen Jäger auf seiner Jagd nach Beute. Die Herde von Sikahirschen, auf die er es abgesehen hat, ist jedoch auf der Hut und der heftig fallende Schnee spielt ihnen in die Karten. Im Frühling erwachen Dybowski-Frösche aus dem Winterschlaf und begeben sich auf Futtersuche, die manchmal ganz schön gefährlich werden kann. Und eine Ussuri-Grubenotter unternimmt große Anstrengungen um eine Chinesische Rotbauchunke zu überwältigen. Aber die Unke weiß sich zu wehren. Im Winter jagen kleine Zobel nach Nahrung. Und wenn es für die Erlegung der schnellen Meise nicht reicht, werden eben die Vorräte von Eichhörnchen geplündert. Die Amur-Leoparden schließlich leben hier seit langer Zeit Seite an Seite mit den Amur-Tigern. Sie passen sich geschickt an die Bedingungen in ihrem Lebensraum an und meiden die Wege der Tiger. Eine bemerkenswerte Koexistenz verschiedener Großkatzenarten, die nur unter sehr besonderen Voraussetzungen funktionieren kann.
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Personen
| Redaktion: | Klaus Kunde-Neimöth |
| von: | Zeng Hairuo, Jiang Ayi |