Tanger - Stadt der Träume

Deutschland / Österreich, 2025
bis 00:45
Stadtbild
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
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Übersicht

Eine Erzählung, eingebettet in die geschichtliche Entwicklung, von den ikonischen Sehnsuchtsorten des Jet-Set. Und eine Spurensuche, wie sich die Orte im Wandel der Zeit verändert haben, wie sie geprägt wurden, durch den Einfluss unterschiedlicher Kulturen, und wie sich so ihr einzigartiger Charakter entwickelt hat. Zwei prominente Beispiele dafür sind Bad Gastein und Tanger.

Themen

    Details

    Der Kultautor Paul Bowles nannte die marokkanische Hafenstadt Tanger die „Stadt der Träume“, Henry Matisse liebte sie wegen ihres „besonderen Lichts“. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Tanger zur „Internationalen Zone“ und zum ersten Hotspot des Jet-Set: Es kamen Abenteurer und Schriftsteller wie Paul Bowles und William S. Burroughs, die Reichen und die Schönen - darunter die Woolworth Erbin und damals reichste Frau der Welt Barbara Hutton, deren ausschweifende Feste legendär waren. Eine exzessive Libertinage verdrängte die düstere Zeit zweier Weltkriege. Käuflicher Sex war genauso selbstverständlich verfügbar wie harte Drogen. In den 60er-Jahren waren es die Rolling Stones, später Modedesigner und Filmemacher, die sich in die Stadt verliebten. Sie alle haben in Tanger ihre Spuren hinterlassen. Araber, Perser, Juden, Franzosen, Spanier, Engländer und Amerikaner hatten hier schon ihr Glück gesucht - und so das Stadtbild über die Jahre mit einer Mixtur der Kontraste geprägt. Das Filmteam taucht ein in die Stadt der unzähligen Geschichten und trifft: Rachid Taferssiti, Chronist und seiner Stadt leidenschaftlich verfallen; den Kunsthändler Majid Rais El Fenni, der als 16-Jähriger auf den Partys der Jetset Ikone Barbara Hutton arbeitete; den Theaterregisseur und Schriftsteller Zoubeir Ben Bouchta, der eng mit Paul Bowles zusammengearbeitet hat, die Schauspielerin Soumaya Akaaboune, die 2014 aus Hollywood in ihre Heimatstadt zurückkehrte - sie alle beschreiben die magische Anziehungskraft Tangers aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln.

    Hinweis

    Curd Jürgens, der deutsch-österreichische Hollywood Star, Playboy und Lebemann soll einmal gesagt haben: „Man muss im Jahr mindestens 20.000 Meilen geflogen sein, um dazuzugehören.“ Der Jahreskalender des Jet-Set, der Schönen und Reichen der 50er- und 60er-Jahre folgte einem Zyklus ständigen Wechsels zwischen Erholung, Sport, Exzess, Networking, Kultur- und hochkarätigen Social-Events. Die Orte, die es auf die Reiseroute geschafft hatten, entwickelten bald einen ikonischen Klang. Einige dieser Orte konnten sich ihren Glanz über die Jahrzehnte hinweg, bis heute bewahren. Wie ist ihnen das gelungen, sich selbst treu zu bleiben - und dabei doch auch immer am Puls der Zeit und für die nächsten Generationen lebendig und anziehend zu wirken? Woran liegt das, und was bedeutet das für die Menschen, die dort leben? Schließlich gibt es auch noch jene Orte, denen schon der sichere Untergang prophezeit wurde, die aber wie Phoenix aus der Asche wieder aufstiegen und sich völlig neu erfunden haben.

    Personen

    Regie:Matthias Heeder


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