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Der Kaninchenkauz gehört zu den kleinsten und ausgefallensten Eulen Amerikas. Im US-Bundesstaat Oregon nisten die Vögel zwischen den Bunkern eines ehemaligen Chemiewaffenlagers aus der Zeit des Kalten Krieges. Der Ornithologe David H. Johnson (1957 - 2026) hat sich dem Schutz und der Erforschung der bedrohten Population verschrieben.
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Die Dokumentation befasst sich mit einem ungewöhnlichen kleinen Vogel, der in den Steppen und Prärien Nord- und Südamerikas zu Hause ist: dem Kaninchenkauz, der als einzige Eulenart unter der Erde nistet. Der Ornithologe David H. Johnson (1957 - 2026) hat sich der Aufgabe verschrieben, die bedrohten Tiere im US-Bundesstaat Oregon, wo sie einst häufig vorkamen, wieder anzusiedeln.
Schauplatz seines Projekts ist ein ehemaliges Chemiewaffenlager in der Nähe der Stadt Umatilla, wo sich während des Kalten Krieges ein beträchtlicher Teil des chemischen Waffenarsenals der USA befand. Hier legten Johnson und sein Team in sicherer Entfernung zu den alten Chemiewaffenbunkern künstliche Nisthöhlen an. Die Kaninchenkauz-Population, die zu Beginn ihrer Arbeit nur noch aus drei brütenden Paaren bestand, erholte sich so gut, dass 2024 fast 500 Küken schlüpften.
Im Mittelpunkt der Dokumentation steht ein junges Männchen, das aus dem Winterquartier an seinen Geburtsort zurückkehrt, um eine Nisthöhle zu besetzen, ein Weibchen zu erobern und eine Familie zu gründen. Von Revierstreitigkeiten mit Artgenossen über gefährliche Begegnungen mit Fressfeinden und raffinierte Balzrituale bis hin zu den Mühen der Vaterschaft gewährt der Film Einblick in sein Leben.
Dank David H. Johnson und seiner Mitstreiter wurde das ehemalige Waffenlager zu einem Zufluchtsort für zahlreiche Wildtiere: Neben Kaninchenkäuzen und Kojoten sind hier nun auch Rostbrachvögel und Nachtfalken wieder heimisch. Ein Teil des Geländes soll dauerhaft zum Vogelschutzgebiet unter der Verwaltung der Stämme des Umatilla-Reservats werden.
Hinweis
Synchronfassung
Personen