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Gut 1.000 Kilometer nördlich von Madagaskar liegt ein Archipel von 115 Trauminseln vor der Ostküste Afrikas: Die Seychellen. Um die Hauptinsel Mahé gruppieren sich die so genannten ‘Inneren Inseln‘. Riesige Granitfelsen ragen aus den dichten Urwäldern oder schmücken die tropischen Strände. Selbst unter Wasser schafft der Granit atemberaubende Landschaften, die man so nirgendwo sonst findet.
Auf der nördlichsten Seychellen-Insel nisten über 1,5 Millionen Rußseeschwalben. Sie kommen hierher, um ihren Nachwuchs aufzuziehen. Doch wer zu dicht am Meer brütet, läuft Gefahr, von den Wellen des Ozeans fortgespült zu werden.
Ein weiterer Höhepunkt des Films ist das Balzverhalten des Dreifleck Preußenfisches, welches so vermutlich noch nie gezeigt wurde. Der Fisch legt einen kleinen Garten aus Algen an, den er besonders penibel pflegt. Betreten Einsiedlerkrebse oder Seeigel seine Wiese, werden sie vehement vertrieben. Ist der Rasen präsentabel, beginnt der Preußenfisch mit der Balz, einem wilden Tanz, den er mit knurrenden Geräuschen untermalt.
Die ‘Ikonen der Tierwelt‘ sind die seltenen Aldabra-Riesenschildkröten. Auf der Insel Cousin werden sie von Mücken geplagt. Doch die charmanten Riesen haben eine einfache Lösung für das Problem - ein Schlammbad.
Auf den Seychellen ist nicht nur die Tierwelt einzigartig. Wer hier wachsen will, muss sich etwas einfallen lassen, denn die Erde aus verwittertem Granit ist extrem nährstoffarm. Der Mangel hat eine Besonderheit hervorgebracht: die Coco de Mer, die wohl bekannteste Pflanze der Inseln. Sie produziert die größten Samen der Welt, bis zu 30 Kilogramm schwer. Wie ihr das gelingt, ist ihrer genialen Strategie geschuldet.
Doch es gibt Probleme im Tropenparadies. Die einst ausgedehnten Mangroven wurden großflächig zerstört. Dabei sind die semiaquatischen Wälder wichtig für den Küstenschutz.
Der Film zeigt, wie sich die Menschen für den Schutz der Trauminseln engagieren.
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| Redaktion: | Klaus Kunde-Neimöth |
| von: | Thomas Behrend |