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Jeder dritte Weihnachtsbaum in Deutschland stammt von den Hügeln rund um Schmallenberg, Eslohe oder Bestwig. Sieben Millionen Stück, Jahr für Jahr. Das Heimatflimmern „Unser Tannenbaum - Weihnachtszauber aus dem Sauerland“ erzählt von liebgewordenen Traditionen in der Vorweihnachtszeit und von intensiver Handarbeit bei Anbau und Ernte - und das nicht nur im Winter, wenn es schneit.
Im Sauerland begleiten die Menschen ihre Bäume oft über viele Jahre - zum Bespiel Markus und Konrad Schulte-Göbel aus Schmallenberg. „Früher haben wir gemeinsam mit unseren Eltern die Bäume aus der Schonung geschleppt“, erzählen die Brüder. „Wenn einem dann der Schnee in den Nacken gerieselt ist - das war nicht nur ein Spaß“. Und trotzdem setzen sie die Tradition fort. Sie haben sich für eine naturnahe Bewirtschaftung entschieden: Schafe halten die Flächen frei.
Kaum ein Symbol steht so sehr für das Weihnachtsfest wie der geschmückte Tannenbaum. Zu den Menschen, die diese Tradition mit Leben füllen, gehören auch Stefan Übbing und seine Kinder. Jahr für Jahr fahren sie mit anderen Vätern und Kindern nach Schmallenberg, um ihren Baum selbst zu schlagen. „Das hat eine feste Tradition“, sagt Übbing. „Es ist ein gemeinsames Erlebnis, auf das wir uns jedes Jahr freuen.“
Das Heimatflimmern „Unser Tannenbaum - Weihnachtszauber aus dem Sauerland“ erzählt auch von Menschen, die neue Ideen rund um den Weihnachtsbaum entwickeln: In Eslohe organisiert eine Nachbarschaft jedes Jahr einen kleinen Weihnachtsmarkt - rund um einen Mammutbaum, der aus einem kleinen Pflänzchen gewachsen ist. „Der Weihnachtsbaum stiftet Gemeinschaft“, sagen die Nachbarn. Und in Dortmund entsteht Jahr für Jahr der größte Weihnachtsbaum Europas: Aus 1200 Fichten wird ein großer Baum zusammengesetzt. Für viele Menschen im Westen ist der Tag, an dem der Baum zum ersten Mal beleuchtet wird, eine Reise zum Dortmunder Weihnachtsmarkt wert.
Auch die Geschichte des Weihnachtsschmucks gehört dazu: In einem kleinen Museum in Wenden lässt Judith Breuer die Sammlung ihrer Mutter weiterleben. Zwischen historischen Christbaumkugeln, Lametta und handgefertigten Figuren wird sichtbar, wie sich Weihnachtsbräuche über Generationen verändert haben. Judith Breuer erlebt, wie das Thema Weihnachten die Menschen berührt: „Fremde Menschen kommen hier ins Gespräch über das Weihnachtsfest ihrer Kindheit.“
Das Heimatflimmern ist ein Film über Menschen, die mit Leidenschaft und Geduld einen der wichtigsten Begleiter des Weihnachtsfestes heranziehen. Er erzählt von Familienritualen, von harziger Handarbeit und von einer Landschaft, die Jahr für Jahr Millionen Weihnachtsbäume hervorbringt. Vor allem aber zeigt er, warum der Weihnachtsbaum für viele Menschen bis heute weit mehr ist als nur ein festlicher Schmuck - nämlich ein Stück Heimat, Erinnerung und gelebte Tradition.
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Personen
| Redaktion: | Nadja Kerschkewicz |
| von: | Brigitte Büscher, Maike von Galen |
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