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Seit mehreren Jahrzehnten verbindet die Bambusbahn die entlegenen Reisfelder Kambodschas miteinander - für viele Bäuer:innen ist sie das einzige Transportmittel. Jede Draisine ist eine Miniaturbühne des Alltags: Auf der dreieinhalb mal zwei Meter großen Bambusfläche drängen sich Bäuerinnen und Bauern, Schulkinder und Mönche zwischen gackernden Hühnern, Kühen und Säcken mit Reis.
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Seit Jahrzehnten verbindet die Bambusbahn die entlegenen Reisfelder Kambodschas miteinander - für viele Bäuerinnen und Bauern ist sie das einzige Transportmittel. Jede Draisine ist eine Miniaturbühne des Alltags: Auf der dreieinhalb mal zwei Meter großen Bambusfläche drängen sich die Bäuerinnen und Bauern, Schulkinder und Mönche, gackernde Hühner, Kühe, neben Säcken mit Reis. Mit bis zu 50 Stundenkilometern rattert die Bambusbahn, „Norry“ genannt, über geflickte Gleise und Holzbrücken, vorbei an Pfahlbauten, Tempeln und Reisfeldern. „Diese Trasse ist wie unser Land“, meint Draisinenführer Ly Tith, „geschunden, fast vergessen, aber unzerstörbar.“ Die Bambusbahn steht für den Überlebenswillen und die Improvisationskunst der Kambodschaner:innen: Ein paar Dutzend von ihnen haben auf der verrosteten Kolonialtrasse ihren eigenen Zug gebaut - aus Bambus, Motoren von gebrauchten Generatoren und Metallrädern aus Schrottpanzern - einen Zug, der für wenig Geld jederzeit fährt und überall hält.
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