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Steinbrüche stehen für Lärm und Zerstörung - und doch finden seltene Tierarten hier einen Lebensraum, der vielerorts verschwunden ist. Zwischen Sprengungen und dem Dröhnen der Maschinen fühlen sich Hase, Fuchs und Uhu hier genauso wohl wie der seltene Flussregenpfeifer und die stark gefährdete Kreuzkröte.
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Steinbrüche gelten als Sinnbild der Zerstörung. Doch ausgerechnet in diesen unwirtlichen Landschaften finden Tiere Zuflucht, die anderswo kaum noch Überlebenschancen hätten. An begradigten Flussläufen fehlen Kiesbänke und Steilwände und damit unverzichtbare Brutplätze für Flussregenpfeifer, Bienenfresser und Eisvogel. Im Steinbruch dagegen existieren genau diese Lebensräume noch. Ungestört, wild, dynamisch. Nur sehr wenige Menschen haben Zugang. Uhus, Rehe und Hasen fühlen sich wohl. Auch der Fuchs zieht hier seine Jungen groß.
Für Bodenbrüter werden die Schotterflächen zur Kinderstube, Wasserlachen bilden Lebensraum für Insekten. Die seltene Kreuzkröte laicht in flachen Tümpeln. Selbst Sprengungen nehmen die Tiere in Kauf. Sie kennen den Ablauf der Arbeiten und haben die Scheu vor den schweren Maschinen verloren. Die ungewöhnlichen Biotope entstehen nicht zufällig: Gesetzliche Auflagen verlangen Ausgleichsflächen, Wissenschaftler begleiten die Umsetzung. Was zunächst Konflikte auslöste, entwickelt sich zunehmend hin zu Kooperation. Immer mehr Steinbruchbetreiber engagieren sich aktiv für den Artenschutz, kennen die tierischen Bewohner und schützen freiwillig Brutstätten.
„Zuflucht Steinbruch“ begleitet Menschen und Tiere übers Jahr und zeigt einen verborgenen Lebensraum - rau, überraschend und voller Leben.
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