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Weltweit sind nur wenige Inseln so unberührt von der menschlichen Zivilisation geblieben wie Poilão vor der Küste von Guinea-Bissau. Ihr Mikrokosmos bietet Schutzraum für eine beeindruckende Tierwelt - eine Vielfalt, wie man sie selten erlebt, mit Waranen und Baumschlangen, fremdartigen Vögeln und beeindruckenden Schildkröten.
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Für die Menschen der Gegend gilt Poilão als heiliger Boden. Deshalb blieb das Eiland über Jahrtausende nahezu unberührt von der menschlichen Zivilisation. Nur sehr sporadisch wird sie überhaupt von Menschen betreten. Und so ist die winzige Insel bis heute eine einzigartige Naturoase geblieben, ein überaus vielfältiges Ökosystem. Hier leben niedliche gambische Sonnenhörnchen, furchteinflößende afrikanische Warane, gefährliche Baumschlangen und gut getarnte Nachtfalter. Fleißige Weberameisen beeindrucken ebenso wie geheimnisvolle Chamäleons und zahlreiche Vogelarten wie die Turakos.
Jedes Jahr kommen außerdem Zehntausende grüne Meeresschildkröten nach einer langen Reise durch das Meer genau hierhin. Sie wollen auf der Insel, auf der sie selbst geboren wurden, ihre Eier ablegen. An einem weniger als zwei Kilometer langen Sandstrand bauen sie in mühseliger Arbeit rund 60.000 Nester. Poilão gilt als einer der wichtigsten Nistplätze dieser gigantischen Schildkrötenart weltweit.
Nach dem Schlüpfen verlassen dann Tausende und Abertausende winziger Schildkröten die kleine Insel. Und auch, wenn nur wenige von ihnen überleben, sichert die grüne Meeresschildkröte doch so immer wieder das Überleben ihrer Art, die weltweit sehr selten geworden ist.
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