Rio in Berlin

bis 11:30
Musikerporträt
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
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    1967 kommt Rio Reiser nach Berlin, ein „spießiger Trümmerhaufen“ ist die Stadt für ihn. Mit seinen Brüdern schreibt er die erste Beat-Oper der Welt für das Theater des Westens. Sie wird ein Flop. 1968 zieht er nach Kreuzberg. Die Gegend um den Heinrichplatz wird seine Heimat. Noch ist Kreuzberg Neuland. Ein weißer Fleck auf der Stadtkarte, von dem die meisten nicht einmal den Namen kennen. Hier gründen Rio Reiser, R. P. S. Lanrue, Kai Sichtermann und Wolfgang Seidel „Ton Steine Scherben“. Im Nachhall von ‘68 krempelt die Band die deutsche Rockmusik um: Pop als Protestform. Es entstehen Lieder wie „Macht kaputt, was euch kaputt macht“, „Keine Macht für Niemand“ und der „Rauchhaussong“. Als sich die Band zunehmend als „Jukebox der Linken“ missbraucht sieht, zieht sie 1975 aufs Land - nach Fresenhagen in Schleswig-Holstein. Zehn Jahre später lösen sich „Ton Steine Scherben“ - hochverschuldet - auf. Rio Reiser versucht sich, auch unter ökonomischem Druck, als „König von Deutschland“. Mit Erfolg.

    Hinweis

    Personen

    von:Lutz Pehnert


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